Nahum Brodski: Lebenselexier Klavierspiel

Mit 90 Jahren Abschied von der Konzertbühne

Geesthacht (gb). "Klavierspiel ist mein Lebenselixier", sagt der in Börnsen lebende russische Konzertpianist und Pädagoge Nahum Brodski. Im Mai ist er 90 Jahre alt geworden. Der Altmeister der russischen Klavierschule hat einen Wunsch: noch einmal ein Klavierkonzert geben.

Am Sonntag, 25. Oktober, wird der Pianist im Gemeindezentrum der Christuskirche (Neuer Krug 4) auftreten, sich von der Konzertbühne verabschieden und sich selbst ein musikalisches Denkmal setzen. Liebhaber der Klaviermusik sind herzlich eingeladen, diesen Abschied mit zu erleben. Das Konzert beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Nahum Brodski wuchs in der Familie eines Orchestermusikers auf, bekam mit sieben Jahren den ersten Klavierunterricht, gab schon zwei Jahre später Konzerte als Solist und Klavierbegleiter. Die Erfolge bei Konzerten und Wettbewerben führten Brodski von Djepropjetrowsk nach Moskau. Dort kam er in die Klasse des berühmten Pädagogen Professor Goldenweiser, lernte später bei Grigori Ginsburg. Der Pianist, der nach dem Krieg in Donetzk arbeitete, 1976 nach Israel auswanderte und seit 1977 in Börnsen lebt, kann die Konzerte, die er gab, kaum zusammenzählen.

Parallel zur Konzerttätigkeit machte sich Brodski einen Namen als geschätzter Klavierpädagoge, der nahezu jedem Klavierschüler im Osten Hamburgs und im Kreis Herzogtum Lauenburg bekannt ist.