Historischer Spaziergang

Auf den Spuren der früheren Pulverfabrik

Geesthacht (kl). 1876 pachtete der süddeutsche Pulverfabrikant Max von Duttenhofer ein 20 Hektar umfassendes Areal in Düneberg. Das hügelige Dünengelände schien ihm für eine Pulverfabrik geeignet, schließlich schützte man die explosionsgefährdeten Gebäude damals gerne hinter Sandhügeln.

Der Erste Weltkrieg ließ das Geschäft kräftig expandieren: 1918 gab es auf dem Düneberger Betriebsgelände 475 Gebäude und 20 000 Arbeiter und Angestellte.

Der Förderkreis Industriemuseum zeigt am Sonntag, 30. August, während eines historischen Spaziergangs, was davon geblieben ist: vor allem die Wohngebäude zwischen der Düneberger Straße, der Mittel- und Waldstraße, an der Lichterfelder Straße und am Heuweg, außerdem einige wenige Fabrikations- und Lagergebäude. Im Betriebsteil Elbe, durch den der Spaziergang diesmal führt, entstand Anfang der 70er-Jahre das Industrie- und Gewerbegebiet Düneberg. In den angrenzenden Wohn- und Verwaltungsgebieten verschwanden architektonisch reizvolle Gebäude, so etwa die frühere Konsumanstalt, die bis 1979 als Gymnasium genutzt wurde, ein Gästehaus und ein Verwaltungsgebäude. Erst vor wenigen Monaten wurde die ehemalige Geschützhalle (Gebäude Nr. 107) an der Ecke Düneberger Straße/Spandauer Straße abgerissen - dort entsteht zurzeit ein Lidl-Markt.

Jochen Meder führt durch das Gelände, zeigt dazu alte Fotos und Pläne. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Lichterfelder Straße 15 (Firma Riess). Die Tour dauert etwa zwei Stunden.

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