Kontaktstelle

Jetzt gibt es zwei Büros für Kibis

Geesthacht. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) will seine Kontaktstelle für Selbsthilfe Kibis weiter betreiben, obwohl der Paritätische Wohlfahrtsverband auf Wunsch vieler Selbsthilfegruppen im Kreis Herzogtum Lauenburg ein neues Büro einrichtet.

Der ASB macht weiter, der Paritätische Wohlfahrtsverband bietet ab Montag Sprechstunden an.

Wie berichtet, hatten sich die Selbsthilfegruppen mehrheitlich für die Neugründung ausgesprochen, weil sie mit dem ASB nicht mehr zusammenarbeiten wollten. Anlass für den Streit war die Kündigung der langjährigen Kibis-Mitarbeiterin Renate Schächinger. Nun kommt es offensichtlich zu einem Nebeneinander zweier Anlaufstellen.

"Wir haben Hauptkibis", sagt ASB-Geschäftsführer Manfred Fichte. Ulrike Neidhöfer bietet in der Geschäftsstelle an der Geesthachter Straße 82 weiter Beratung in Selbsthilfefragen an, sie soll bald noch Verstärkung durch eine Teilzeitkraft bekommen. Außerdem habe der ASB eine neue Verwaltungsfachkraft für Kibis eingestellt, so Fichte.

Welche Selbsthilfegruppen sich jetzt noch beim ASB melden, will er am Telefon nicht sagen. Nur so viel: "Bei uns läuft die kontinuierliche Beratung, zwei neue Gruppen sind in Vorbreitung". Als besonderen Service biete Kibis auch Sprechstunden zwischen Weihnachten und Neujahr an. Die Termine für Dezember: Montag, 8., 15. und 22. Dezember von 9 bis 12 Uhr, Dienstag, 9., 16. und 23. Dezember von 17 bis 19 Uhr und Dienstag, 30. Dezember, von 16 bis 18 Uhr. Telefonisch ist Kibis beim ASB unter (0 41 52) 7 29 11 zu erreichen. Auch in Mölln und Ratzeburg werden weiterhin Sprechstunden angeboten.

Das neue Kibis-Büro des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Geesthacht wird am Montag, 8. Dezember, seine Sprechstunden aufnehmen. Im Raum des Vereins "Anker" am Markt 7 ist Sabine Unrau dann montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr für Ratsuchende da. Zum 15. Dezember kommt Susanne Urdahl hinzu, zum 1. Februar Renate Schächinger. Damit hat der Paritätische Wohlfahrtsverband das alte Kibis-Team wieder eingestellt.

"Aus unserer Sicht macht es keinen Sinn, zwei parallele Strukturen in der Region aufzubauen. Es ist eine unglückliche Situation", sagt Günther Ernst-Basten, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Doch mit seiner Neugründung entspreche der Verband dem Wunsch der Selbsthilfegruppen: "Es ist nicht unsere Absicht, in die Kontroverse zu gehen. Die Gruppen sollen einfach in Ruhe arbeiten können."

Wie der ASB will auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Sprechstunden in Mölln anbieten. Fraglich ist noch, wie sich die beiden Kibis-Stellen künftig finanzieren. Beide Träger haben Geld beim Land und Kreis sowie den Städten beantragt.