Zwischenergebnis

Schnecke fühlt sich in sieben Gräben wohl

Bergedorf (bb). Die Zierliche Tellerschnecke, die vor gut zwei Jahren von der Fläche östlich des Curslacker Neuen Deichs neben der Autobahn 25 in zehn Gräben der Vier- und Marschlande umgesiedelt wurde, fühlt sich in ihrer neuen Heimat schon recht wohl.

Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, der im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss vorgelegt wurde. Demnach wurde die vom Aussterben bedrohte Art in sieben Gräben zumindest in höherer Dichte angetroffen, "sodass hier im Jahr 2013 zunächst ein Teil der ausgesetzten Population überlebt hat", heißt es.

Ein endgültiges Ergebnis des Monitorings soll allerdings erst 2016 vorliegen, "da die erfolgreiche Reproduktion im Zielgewässer über mehrere Generationen und in ausreichender Bestandsgröße nachvollziehbar sein muss". Damit liegt auch die geplante Gewerbeansiedlung auf der Fläche östlich des Curslacker Neuen Deichs auf Eis. Dort wollte Hamburgs Senat bislang einen Logistikpark unterbringen, der Bezirk möchte das Areal dagegen als Erweiterungsoption für den nebenan am Schleusengraben entstehenden Energie-Campus nutzen.

Die Umsiedlung der Tellerschnecke hat Bergedorf in den vergangenen Jahren zweifelhafte Ehre verschafft. Der Steuerzahlerbund befand die Aktion mit 300 000 Euro Kosten als viel zu teuer, Hamburg kontert mit dem hohen Wert von Gewerbeflächen.