Bergedorf

Edeka Heine lässt die City aufblühen

Grünpatenschaft für Pflanzbeet

Neben dem Neuen Mohnhof, gleich bei der Fußgängerampel an der Bergedorfer Straße, zieht in den kommenden Wochen der Frühling ein. Genau genommen ist des der "Silbersommer", eine Mischung aus bunt blühenden Büschen. Die Blütenpracht sprießt aus dem 22,5 Quadratmeter großen Pflanzbeet, das seit einiger Zeit verwildert war - als prominentes Opfer der Kürzungen des Hamburger Senats im Grünetat der Bezirke.

"Wir haben kein Geld mehr, um die vielen Flächen entlang unserer Straßen und Kreuzungen zu begrünen. Nur die Mohnhof-Kreuzung bildet da eine Ausnahme", bestätigt Matthias Fritzsche vom Grünamt des Bezirks. Dass jetzt auch das alte Pflanzbeet an der Fußgängerampel wieder aufblüht, liegt an Dieter Heine. Der Inhaber des Edeka-Marktes am Mohnhof hat die Grünpatenschaft übernommen. "Ich tue das für Bergedorf. Es kann nicht sein, dass unsere City derart verwildert", sagt der 46-Jährige.

Knapp 2000 Euro hat er sich das Projekt kosten lassen - und ist damit einer von derzeit nur zwei Grünpaten im Bezirk. "Wir kooperieren mit E.on Hanse bei der Bepflanzung rund um den Sievert-Brunnen auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz. Das dritte Projekt, die Patenschaft für die Baumscheiben vor der Kirche St. Petri und Pauli, war leider auf ein Jahr begrenzt und ist jetzt ausgelaufen", sagt Fritzsche. "Eigentlich kann Bergedorf viel mehr Paten vertragen. Denn Flächen gibt es genug. Etwa entlang der Serrahnstraße unter den dortigen Platanen oder im weiteren Umfeld des Sachsentors."

Dieter Heine erfuhr von der Misere vor einem Jahr aus unserer Zeitung. "Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, hier aktiv zu werden. Wenn jeder sich ein wenig einbringt, profitiert das ganze Stadtbild." Für sein Engagement hat er mit dem Bezirk einen Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen. "Der ist für Herrn Heine natürlich jederzeit kündbar", sagt Matthias Fritzsche, der hofft, dass sein Beispiel Schule macht: Auch die Mohnhof-Kreuzung könnte bald Paten brauchen: "Ich weiß nicht, wie lange wir das dort allein aus Bezirksmitteln noch finanzieren können", sagt Fritzsche.