Bezirkswahlen

Linke finden Kandidaten in alle sieben Wahlkreisen

Bergedorf (he). Das neue Wahlrecht für Hamburgs Bezirksversammlungen stellt besonders kleine Parteien vor große Probleme.

Nicht genug, dass der Bezirk Bergedorf in sieben Wahlkreise aufgeteilt ist: Um die eigenen Chancen nicht zu schmälern, müssten die Parteien dort jeweils so viele Kandidaten aufbieten, wie Mandate zu vergeben sind - und die müssen im jeweiligen Wahlkreis leben. Bergedorfs Linken ist nun gelungen, was der FDP und kleineren Parteien verwehrt bleibt: Bisher mit drei Abgeordneten in der Bezirksversammlung vertreten, bieten die Linken für alle Wahlkreise Kandidaten auf.

21 Personen haben die Linken für die Bezirksliste Bergedorf aufgestellt, diese Kandidaten sind im gesamten Bezirk wählbar. Als Spitzenkandidaten nominierten die Mitglieder mit 100 Prozent Zustimmung den derzeitigen Fraktionsvorsitzenden Stephan Jersch. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Karin Kuhnhold und der Stadtplanungsexperte der Linksfraktion, Ernst Heilmann, beide mit jeweils 94 Prozent.

In den Wahlkreisen treten zwischen einem und sechs Kandidaten an. Franz Pop aus dem Bezirksvorstand ist einziger Kandidat im Wahlkreis V, tritt in der linken Diaspora Vierlande an. Nur zwei Kandidaten sind mit dem Bezirksabgeordneten Michael Mirbach und mit Helge Schild im Wahlkreis II nominiert (Lohbrügge Nord). In drei weiteren Wahlkreisen treten jeweils vier Personen an, in Neuallermöhe und Vierlande 2/Marschlande sogar je sechs.

"Kern unserer Arbeit in der Bezirksversammlung ist der Einsatz für soziale Gerechtigkeit", sagt Jens Schultz, Mitglied des Bezirksvorstands. In der im Mai endenden Wahlperiode hat die Bezirksfraktion der Linken unter anderem für den Bau von mehr Sozialwohnungen im Bezirk Bergedorf gestritten, gegen ausufernde Logistikplanungen und für eine bessere Integration von Migranten.

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