Weltkulturerbe rückt näher

Sternwarte kämpft um Kandidatur

Bergedorf (upb). Hamburgs Speicherstadt geht ins Rennen um den Titel des Weltkulturerbes - und Bergedorfs Sternwarte bleibt in Lauerstellung.

Das ist seit gestern Stand der Dinge: Die Kultusministerkonferenz hat grünes Licht gegeben, dass Deutschland bei der Unesco in diesem Jahr mit "Chilehaus, Kontorhausviertel und Speicherstadt" sowie dem Naumburger Dom antritt. Ob Hamburg damit sein erstes Welterbe bekommt, die fast vierjährige Vorbereitung erfolgreich war, wird im Sommer kommenden Jahres verkündet.

Für die Sternwarte ist derweil schon 2014 richtungsweisend. Denn jetzt entscheidet sich, ob das Observatorium auf die neue Tentativliste kommt. Sie umfasst den erlesenen Kreis von 16 Welterbe-Kandidaten, mit denen sich Deutschland in den Jahren 2017 bis 2032 bei der Unesco bewerben wird. Aus Hamburg gehen der Jüdische Friedhof Altona und die Sternwarte ins Rennen. Gegenwärtig werden alle Vorschläge von einer Experten-Kommission bereist. Sie verfasst bis Ende April einen Abschussbericht, auf dessen Grundlage die Kultusministerkonferenz im Herbst die Reihenfolge der Bewerbungen festlegt.

Als einzigem voll funktionsfähigen Technik-Denkmal unter den Kandidaten werden der Sternwarte dabei gute Chancen eingeräumt. Kommt sie auf einen vorderen Platz, will Hamburg die Bewerbung umgehend anschieben. Ein Titel wäre dann noch in diesem Jahrzehnt denkbar. Landet das Observatorium auf einem späteren Jahr, könnte die lange favorisierte Bewerbung als Mitläufer der argentinischen Sternwarte in La Plata greifen.