Bergedorf

Pauli-Profis lehren Toleranz

Kooperation zwischen Stadtteilschule und Kiezclub gestartet

Für Angelika Maijer geht ein riesengroßer Traum in Erfüllung. Das Herz der Leiterin der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg schlägt schon immer für den FC St. Pauli. Und jetzt fließt diese Leidenschaft auch in die Arbeit an ihrer Schule mit ein: Zum Start der Kooperation der Stadtteilschule mit dem Fußballclub besuchten gestern Präsident Stefan Orth sowie die beiden Profi-Kicker Dennis Daube und Jan-Philipp Kalla die Schule und schrieben fleißig Autogramme.

"Der FC St. Pauli vertritt Werte wie Toleranz, steht für Integration und gegen Rassismus", sagt Angelika Maijer. Leitbilder, die an der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg vertreten werden und den Kiez-Club zu einem optimalen Kooperationspartner machen.

Als SPD-Politiker und Pauli-Mitglied Dr. Sven Tode vor eineinhalb Jahren einen Vortrag an der Stadtteilschule hielt, witterte Angelika Maijer gleich eine Chance zum Kontaktaufbau. Sie ließ nicht locker, wurde dabei von der Bergedorfer SPD-Abgeordneten Peri Arndt unterstützt und hatte Erfolg: Zweimal pro Woche werden Jugendtrainer des Fußballclubs an der Richard-Linde-Weg-Schule den Unterricht mitgestalten, sowohl Kinder und Jugendliche sportlich fördern, als auch das Kollegium in Trainingsmethoden aus- und weiterbilden. In Vorträgen sollen die Schüler den Fußballclub als Wirtschaftsunternehmen verstehen lernen und die Relevanz einer beruflichen Ausbildung trotz Traum vom Fußball-Profi schätzen lernen. "Unser Verein steht für Toleranz und ein friedliches Miteinander. Und das wollen wir transportieren", betont Pauli-Präsident Stefan Orth.