Bergedorf

Diese Bühnenreihe schlägt ein

Theaterposten: Finale morgen mit einer Max-Hansen-Show

Wir sind schlichtweg überwältigt von diesem Erfolg", sagen Ella Marouche und Huug van't Hoff. Bei ihrer ersten sommerlichen "Theaterposten"-Serie mit Open-Air-Aufführungen auf dem Bahnhofsvorplatz waren bis zu 600 Zuschauer zu den Vorstellungen gekommen.

Etwa die Hälfte des Publikums waren Stammgäste, die kaum einen Sonnabend ausließen, die andere Hälfte ein- oder zweimalige Gäste, schätzen die beiden Veranstalter. "Einige kamen sogar schon eine Stunde früher, um einen Sitzplatz zu ergattern", berichtet Huug van't Hoff, der je nach Beschaffenheit des Programms sehr unterschiedliches Zuschauerverhalten beobachtet hat: "Beim komischen Theater blieben die Passanten auch mal für eine Viertelstunde stehen und gingen dann weiter, bei Heinrich Bölls Katharina Blum folgten sie bis zum Schluss gebannt dem üblen Schicksal des Boulevardpresse-Opfers."

Am morgigen Sonnabend besteht nun zum letzten Mal in diesem Jahr Gelegenheit, eine Theaterposten-Aufführung zu erleben. Zum großen Finale wird Maximilian Nowka die Menschen mit Liedern und Anekdoten von dem 20er-Jahre-Star Max Hansen erfreuen, zum Lachen und zum Nachdenken bringen.

Max Hansens Spott-Chansons gegen Adolf Hitler und die Nazi-Bewegung waren beileibe nicht ungefährlich. In seinem Lied "War'n Sie schon mal in mich verliebt" etwa unterstellt er Hitler homosexuelle Neigungen.

Maximilian Nowka präsentiert gemeinsam mit seinem Pianisten Rudolf Hild spannende Stationen eines beeindruckenden Lebens und lässt dabei Melodien und Texte der 20er- und 30er-Jahre weiterleben. Maximilian Nowka ist in Hamburg geboren, hat hier an der Schauspielschule Frese sein Handwerk gelernt, lebt in Berlin und Eisenach, arbeitet in Plauen-Zwickau am Theater und spielt jetzt erstmals wieder in Hamburg. Beginn der Aufführung "War'n Sie schon mal in mich verliebt" auf dem Bahnhofsvorplatz ist um 18.30 Uhr.

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