Verlust

Christel Quehl starb mit nur 64 Jahren an Krebs

Bergedorf (stri). Nach einer schweren Krebserkrankung ist die langjährige Leiterin der Bergedorfer Bücherhalle am zweiten Weihnachtsfeiertag gestorben:

Christel Quehl wurde 64 Jahre alt.

Als die alte Bücherhalle noch neben dem Bergedorfer Rathaus war, kam Christel Quehl 1966 als "Anlernling", um damals noch "gute Bücher mit pädagogischem Hintergrund zu sortieren", erzählte sie. Nach dem Bibliothekars-Studium blieb Quehl den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen treu, zunächst an der Mundsburg, dann in Blankenese und Lohbrügge. Es folgten fünf Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit der HÖB, bevor Christel Quehl die Leitung der Bücherhalle in Berne übernahm und 1999 schließlich wieder nach Bergedorf kam, wo sie gemeinsam mit Dietrich Becker die Leitung übernahm.

"Christel war eine typische Hamburgerin und sehr beliebt. Wir sind völlig entsetzt, ihr Tod ist ein fürchterlicher Verlust", sagt Becker, der sich besonders gern an ihre plattdeutsche Rede zum 100-jährigen Bestehen der Bergedorfer Bücherhalle erinnert.

Sie wollte noch viele Sommertage in ihrem Haus in Schweden verbringen, sagte Quehl, als sie mit 61 Jahren in den Ruhestand ging - bloß drei Sommer waren ihr noch mit Ehemann Bernd und den beiden Kindern vergönnt.

Die Trauerfeier in St. Petri und Pauli beginnt am Dienstag, 8. Januar, um 12 Uhr.