St. Petri und Pauli

Neue Diakonin will Schätze heben

Bergedorf (ld). Ein Türöffner auf dem Weg in die Gemeinde und zu Gott - das möchte Astrid Hildebrandt für die Bergedorfer sein.

Seit März dieses Jahres ist sie neben Yvonne Großmann eine der beiden Diakoninnen der Kirchengemeinde St. Petri und Pauli und hat sich schon sehr gut in Bergedorf eingelebt: "Es ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde", schwärmt die 54-Jährige. Nach Ablauf der Probezeit im September wird sie am morgigen Sonntag im 10-Uhr-Gottesdienst als Diakonin der Kirchengemeinde St. Petri und Pauli durch Pastor Stefan Deutschmann und den Kirchengemeinderat eingeführt.

In der Nähe ihres Arbeitsplatzes hat die gebürtige Kielerin eine Wohnung gefunden, genießt es, so immer ein Teil des aktiven Gemeindelebens zu sein. "Der Ort hat viel Charme, und das Leben mit den Menschen hier ist einfach toll", sagt Astrid Hildebrandt.

Nach dem Studium der Religionspädagogik in Rickling und Hannover ist St. Petri und Pauli ihre dritte Diakoniestation. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Betreuung und Organisation von Projekten und Festen. So war der Martinsmarkt am ersten Novemberwochenende ein Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit: "Die ganze Gemeinde war auf den Beinen - einfach fantastisch", sagt sie.

Großes Augenmerk legt die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen auf die Senioren- und Mehrgenerationenarbeit in der Gemeinde: "Die Senioren tragen einen Schatz in sich, den es zu heben gilt", sagt sie. "Es wäre schön, wenn sie ihre Erfahrungen und Weisheiten an die jüngere Generation weitergeben", so Hildebrandt. Dazu startet Astrid Hildebrandt im kommenden Frühjahr ein Projekt, in dem die Generationen voneinander profitieren sollen: Hinter dem Pastorat an der Bergedorfer Schloßstraße entsteht ein "Mehrgenerationengarten". "Es soll ein Ort der Begegnung sein, an dem die Generationen zusammenkommen und gemeinsam die Pflanzen pflegen und hegen oder ihn einfach als Treffpunkt für Gespräche nutzen", sagt sie.

In freudigen oder traurigen Zeiten will Astrid Hildebrandt für die Gemeinde da sein: Dazu gehört eine monatliche Geburtstagsfeier der Gemeindemitglieder ab 70 Jahren. Hingegen gibt es für Menschen in schwierigen Lebensphasen einmal im Monat die Sonntagsspaziergänge für Trauernde. "Trauer muss nicht immer mit Tod verbunden sein. Auch in anderen Lebensphasen muss man Abschied nehmen. Dabei soll begleitet und eine neue Orientierung vermittelt werden", sagt sie.

Astrid Hildebrandt ist als Diakonin in der Gemeinde von St. Petri und Pauli angekommen: "Es ist eine tolle Stelle, die mir sehr viel Freude macht". Und auch vor Gott sagt sie am morgigen Sonntag in der Einsegnung Ja zu ihrem Amt. Nach dem Gottesdienst in der Kirche gibt es von 11 Uhr an einen feierlichen Empfang im Petri-Saal, zu dem die Gemeinde eingeladen ist.