Weihnachtsgeschäft

Wintermode, Smart-Phones, Likör: Die Kassen klingeln

Bergedorf (voe). Halbzeit im Weihnachtsgeschäft: Auf den Bergedorfer Shoppingmeilen herrschte am Wochenende Hochbetrieb, und auch die Händler sind zufrieden. Manche Geschäfte mussten ein außergewöhnliches Kundenaufkommen bewältigen.

So hatte die Filialleiterin von Schuh-Bode im Sachsentor, Michaela Sienknecht, alle Hände voll zu tun: "Wir erhoffen uns weiterhin Schnee und Kälte." Gefütterte Boots und vor allem Stiefel gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Geschätzte 40 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr habe ihre Filiale bisher gemacht.

Über das Wetter freute sich auch Martina Willhoeft, Chefin des Herrenausstatters Willhoeft. "Mützen und Schals sind die Renner", sagte sie. Dabei konnte sie nicht bestätigen, dass die Bergedorfer vor allem am Wochenende einkaufen: "Wir haben teilweise mehr Umsatz während der Woche als am Wochenende."

Ungefähr den gleichen Umsatz wie im Vorjahr machte bisher Christoph von Have von der "Weinkellerei von Have". Besonders beliebt sei in seinem Geschäft der "Bergedorfer Weihnachtszauber", ein Likör mit Blattgold und weihnachtlichen Aromen.

Höchst zufrieden ist Frank Wagner, Verkaufsleiter bei Saturn. "Dadurch, dass die Baustelle jetzt weg ist, kommen deutlich mehr Kunden zu uns", sagte er. Besonders männliche Käufer steuern am liebsten auf Spiegelreflex-Kameras, Smart-Phones und Tablets zu. Trendy bei jungen Leuten: große Kopfhörer.

Sieben von zehn befragten Passanten in der Fußgängerzone wollen die letzten Weihnachtsgeschenke erst kurz vor dem Fest einholen. Sarah Hein aus Bergedorf kaufte zwar einen Werkzeugkoffer für ihren zweijährigen Neffen. "Er bekommt eine Werkbank von seinen Eltern, da passt das gut", sagte sie. Ansonsten verschiebe sie gern die Weihnachtseinkäufe nach hinten: "Zu anstrengend, zu voll."

Tjorven Rauls und Giovannina Manhart (beide 23) sehen das anders: In ihren Einkaufstüten befanden sich Ketten, Pullover, Handtücher und Bücher für ihre Lieben. "Wir haben bis Weihnachten keine Zeit mehr. Deshalb haben wir jetzt geshoppt", sagten sie.