Ausgerutscht

Daumendrücken half nicht: Feuerwehr verliert TV-Wette

Bergedorf (cn). Drei Monate hatten sich Timo Bauer von der Feuerwache Bergedorf und seine Kameraden auf ihren Einsatz in der ZDF-Sendung "Wetten, dass" vorbereitet, immer wieder hatten sie die Wettsituation geprobt - doch während der Livesendung in Freiburg wollte es einfach nicht klappen.

Hauptbrandmeister Bauer hatte gewettet, er könne seine Kameraden allein an dem Quietschen unterscheiden, das entsteht, wenn die Feuerwehrleute beim Alarm die Rutschstange in die Fahrzeughalle herunterrutschen. Damit das Geräusch auch wirklich authentisch ist, bauten die Feuerwehrleute die Original-Stange aus der Feuerwache 26 am Sander Damm aus und nahmen sie mit nach Freiburg. Es half nichts. Schon den ersten Rutscher konnte Bauer nicht zuordnen. Als dann auch der zweite Versuch nicht klappte, war der Spaß vorbei - die TV-Wette verloren.

Dabei hatten alle prominenten Gäste der Sendung auf den Bergedorfer Feuerwehrmann gesetzt und auch seine Bergedorfer Kameraden, die am Sander Damm Dienst schoben, fieberten mit.

Allerdings hatte der Fernsehabend für die Wachabteilung ein jähes Ende, als ein Passat auf der B 5 vor dem Unfallkrankenhaus von der Fahrbahn abkam und gegen eine Laterne krachte. Die Feuerwehr rückte aus, um die vermeintlich eingeklemmten Insassen aus dem Wrack zu befreien. Doch der Fahrer (33) und seine Begleiter waren unverletzt, das Auto dagegen ein Totalschaden. So konnten die Feuerwehrleute schnell wieder einrücken, um ihrem Kandidaten die Daumen zu drücken. Geholfen hat es nichts. Auch als die Zuschauer den Wettkönig wählten, blieb Timo Bauer glücklos und landete auf dem letzten Platz.