Warnstreik

Busfahrer wollen gleiches Geld für gleiche Arbeit

Bergedorf (he). Schüler und Pendler waren gestern ebenso betroffen wie Menschen, die mit Fernbussen zum Flughafen Fuhlsbüttel oder von Hamburg nach Berlin wollten, auch die Strecke der Autokraft-Verbindung Bergedorf-Mölln wurde bestreikt.

Ver.di hatte zum Warnstreik aufgerufen, auf dem Autokraft-Betriebshof Bergedorf beteiligten sich 35 Fahrer an dem Ausstand bis in die Mittagsstunden.

Der Konflikt hat sich an der höchst unterschiedlichen Bezahlung von Busfahrern und der Forderung nach einer Angleichung entzündet. Auf im Schnitt 155 Euro brutto beziffert die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di den Unterschied gegenüber Mitbewerbern wie etwa den VHH. In den Werkstätten beträgt er sogar bis zu 300 Euro im Monat.

Gehaltssteigerungen von etwa fünf Prozent bei 18 Monaten Laufzeit lehnt Ver.di ab: "Auf die Zeit gerechnet, würde sich die Schere noch weiter öffnen", sagt Streikleiter Ernst Heilmann. "Wenn Autokraft weiter auf Konflikt setzt, sind die Mitarbeiter auch zu einem langen Arbeitskampf bereit."