Weihnachtsmarkt

Bergedorfer Innenstadt strahlt im stimmungsvollen Glanz

Bergedorf (tv). Die Vorweihnachtszeit in Bergedorf hat begonnen. Seit gestern läuft vor St. Petri und Pauli, in der Alten Holstenstraße und im Schlosspark der traditionelle Weihnachtsmarkt, auch auf dem Bergedorfer Markt sind wieder festliche Stände und ein Karussell aufgebaut.

Ebenfalls seit gestern strahlt die neue Weihnachtsbeleuchtung im Sachsentor. Als I-Tüpfelchen setzten gestern Abend Bezirksamtsleiter Arne Dornquast und Staatsrat Michael Sachs von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) den riesigen Weihnachtsbaum auf dem Markt ins rechte Licht, indem sie den Stecker in der Stromdose platzierten. Die BSU hat 40 000 Euro zu den Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung beigesteuert, weitere 25 000 Euro kamen von den Grundeigentümern im BID Sachsentor, 47 000 Euro von den Geschäftsleuten. Sachs lobte die Zusammenarbeit von Behörden und Wirtschaftsverbänden bei dem modernen Weihnachtslicht, hob auch hervor, dass zur Schonung von Umwelt und Stromrechnung LED-Technik statt herkömmlicher Lichter eingesetzt wird. Mit-Initiator Hans-Helmut Willers vom Förderkreis Weihnachtsbeleuchtung gab mit seiner Bläsergruppe "Mountains Village Christmas Light Brass Band" ein "Süßer die Glocken nie klingen" zum Besten.

Das klamme Schmuddelwetter mit Nieselregen hielt die Bergedorfer gestern nicht davon ab, ihren Weihnachtsmarkt zu erkunden. "Diesmal gefällt es uns noch besser als im letzten Jahr", meinten Lars und Tina Halfar (24 und 28), Geschwister aus Altengamme, die im Schlosspark ihren ersten Glühwein tranken. Sie freuten sich besonders über den großzügig angelegten Holzboden und die vielen überdachten Treffpunkte wie das Zelt mit dem Kamin in der Mitte. "Der Glühwein ist heiß und lecker und mit 2,50 Euro auch nicht zu teuer."

Händlerin Anke Batschkus aus Wentorf ist zum fünften Mal auf dem Bergedorfer Weihnachtsmarkt präsent, war mit ihren gravierten Holz- und Lederartikeln vorher zehn Jahre lang auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt vertreten. "Der Bergedorfer Markt ist einfach schöner, und das Geschäft läuft schon am ersten Tag gut." Ludwig Glasmeyer aus dem Wendland, der seine kunstvollen beleuchteten Naturholz-Objekte anbietet, ist weniger zufrieden: "Kaum Kundschaft. Das liegt wohl am Regen."