Halloween

Eierwürfe, Schaumexzesse und eine gebrochene Nase

Bergedorf (mad/he). Böllerwürfe, beschmierte Türen, eine gebrochene Nase und verunstaltete Autos und Bushaltestellen: Nach Auskunft der Polizei war Halloween dieses Jahr in Bergedorf eher unauffällig - im Gegensatz zu Jahren, wo Beamte bei massiven Schlägereien gefordert waren.

Die Bushaltestelle Grashofweg war das Ziel Unbekannter, die das Wartehäuschen am Curslacker Heerweg in der Halloween-Nacht mit reichlich Rasierschaum, vielen Rollen Klopapier und Eiern verwüsteten. Über einen knappen Kilometer versahen Jugendliche entlang des Heerwegs Mülltonnen, Hecken oder Gartenpforten mit Rasierschaum. "Wenn meine Pforte einen Bart hätte, könnte ich sie jetzt rasieren", sagt Fritz Marxen.

Ob der Fahrer eines am Karl-Rüther-Stiegs geparkten, bunt verschmierten VW Golf die Sache ähnlich gelassen sieht, muss bezweifelt werden. Um den Von-Moltke-Bogen wurden in Neuallermöhe Haustüren und Klingel-Schilder beschmiert oder mit Rasierschaum garniert.

Vielerorts flogen Eier. An die Otto-Grot-Straße eilten abends gleich zweimal Polizeibeamte. Bei einem Streit unter jungen Eierwerfen war es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Ein 13-jähriges Mädchen musste mit gebrochener Nase ins Krankenhaus. Jugendliche hatten es nach Zeugenaussagen auf einen Jungen abgesehen, sollen ihn noch mit Böllern traktiert haben, als der unter einem Auto Schutz suchte. Nachbarn riefen die Polizei. Als die eintraf, waren bereits alle Beteiligten in der Dunkelheit verschwunden.