Moosberg

Politiker bemängeln Informationsdefizit

Bergedorf (he). Neben betreutem Wohnen, neuer Kita und einem Quartiersmanagement stehen Quoten für geförderte (Sozial-)Wohnungen (50 Prozent) sowie für die beabsichtigte Mischung der Bewohner im Entwicklungskonzept für ein "Familienquartier Moosberg":

Das 21-Seiten-Papier von Pflegen & Wohnen lag Bergedorfs Stadtplanungsausschuss nicht vor, als er eine Richtungsentscheidung treffen sollte. Die Frage, ob die Bauleitplanung Richtung vielschichtigem P&W-Konzept oder Wohnbebauung plus Erweiterungsoption für das Moosbergheim laufen solle, vertagten die Politiker.

"Ich bin gespannt, was im Konzept von Pflegen & Wohnen steht, die vorgelegte zweiseitige Beschlussvorlage hat keinem Politiker gereicht", sagt Nicolai von Podlewski.

Wie der GAL-Stadtplanungsexperte ist auch CDU-Fraktionschef Sven Noetzel überzeugt, dass mehr Informationen und ein Dialog mit den Bürgern notwendig sind. "Wenn die binnen weniger Tage Infos erhalten, dort kämen 30 Prozent Sozialwohnungen hin, oder ein erheblicher Anteil oder 100 Prozent, sind sie natürlich verunsichert."

Die scharfen Reaktionen von SPD, GAL und Linkspartei auf lautstarke Proteste während der Ausschusssitzung zeigen Wirkung. "Wir sind nicht prinzipiell gegen Sozialwohnungen, sehen das Areal aber als natürliche Erweiterungsfläche für das Pflegezentrum Moosberg", betont BI-Sprecher Lars Glüsing.

Mehr Information - für Bürger wie auch Politiker - fordert der Ausschuss-Vorsitzende Peter Gabriel (SPD): "Es ist eigentlich üblich, dass wir notwendige Unterlagen vor einer Grundsatzentscheidung erhalten."