Störtebekerhaus

Boberg: Streitobjekt wird zum Erfolgsprojekt

Boberg. Das zeitweilig umstrittene "Wohngebiet am Blumenhof" strebt seiner Vollendung entgegen. Die Firma Störtebekerhaus macht sich nach Einzel- und Doppelhäusern an das letzte Gebäude.

In einem Trakt sollen elf Wohnungen entstehen, darunter vier Townhouses über drei Stockwerke und drei Penthouse-Wohnungen. Die Gesamtzahl auf dem früheren Areal des Blumenhofs Kehr sinkt gegenüber ursprünglichen Planungen weiter.

"Zu dicht an der bestehenden Bebauung", oder einfach "zu eng" - massive Proteste und Kritik vom Dorfanger Boberg hatte während der Planungsphase Wirkung gezeigt. Eine zunächst projektierte Reihenhauszeile am Nordrand wurde durch Doppelhäuser ersetzt, die Zahl der Wohnungen sank von zuerst geplanten gut 40 auf 34.

Inzwischen nähert sich die 30: "Wir haben mit den Anliegern gemeinsam nach einem Kompromiss gesucht, bauen jetzt noch weniger Wohnungen", erläutert Michael Mattner, Mitgeschäftsführer von Störtebekerhaus. "Einzelhäuser lassen sich in der Lage besser vermarkten, daher haben wir weitere Doppel- durch Einzelhäuser ersetzt." Die sind alle verkauft, jetzt geht es an die Realisierung eines Gebäudetraktes mit voraussichtlich acht Geschoss- und drei Penthousewohnungen im Süden des Areals.

Auch hier entwickelt sich die Nachfrage rasch: Für mehrere Wohnungen haben sich nach einer ersten Info-Veranstaltung Interessenten gemeldet, derzeit gilt für Erdgeschosswohnungen von 88 Quadratmetern noch ein Preis ab 244 000 Euro. Mitte November steigt er auf 257 500 Euro. Wer eine Townhouse-Wohnung erwerben will, die sich über drei Geschosse erstreckt, muss tiefer in die Tasche greifen, diese sind zwischen 120 und 134 Quadratmeter groß. Ein Tiefgaragenplatz schlägt mit weiteren 19 300 Euro zu Buche: Wer dieses Geld investiert, kann von seinem Auto trockenen Fußes die eigene Wohnung betreten.

Das Projekt wird nach dem Energiesparmodus WK 70 realisiert. Vorteil: Käufer können dafür zinsgünstige Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Mattner: "Die Fertigstellung dieses letzten Bauabschnitts planen wir 2014."