Miniphänomenta

Grundschüler werden kleine Forscher

Lohbrügge (ld). Aus der Pausenhalle und den Schulfluren der Grundschule Mendelstraße sind kleine Untersuchungslabore geworden: Für zwei Wochen ist die "Miniphänomenta" zu Gast.

An rund 30 Experimentierstationen können die Mädchen und Jungen naturwissenschaftliche und technische Versuche ausprobieren.

Im Mittelpunkt steht das selbstständige Lernen: "Die Kinder sollen sich selber Gedanken zu den Stationen und Funktionsweisen machen, je nach individueller Entwicklung und Können", sagt Lehrerin Beate Klingberg. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Elke Klingenberg-Sassenberg hat sie das Projekt aus Flensburg in die Mendelstraße geholt und dafür eine zweitägige Fortbildung absolviert. Eltern und Lehrer begleiten die Schüler in Pausen und Schulstunden zu den Stationen - aber sie sollen sie nicht erklären, damit die Kinder sich selber Gedanken zu den Versuchen machen können. "Da muss man sich manchmal ganz schön zurücknehmen, das ist nicht immer einfach, aber auch für uns interessant", sagt Beate Klingberg. "Wir hoffen, dass die Kinder durch das Projekt die Angst vor dem Forschen verlieren", sagt die Lehrerin.

Ihre Hoffnung ist begründet: "Es macht Spaß, neue Sachen kennenzulernen und herauszufinden, wie sie funktionieren", sagt Sinan Brendel (8). Gemeinsam mit seinen Mitschülern der dritten Klasse experimentiert er besonders gern an einem langen Sprachrohr aus Gartenschlauch und Trichtern, das durch das Treppenhaus über zwei Stockwerke verläuft. Auch eine Kugelbahn, auf der aus Holzblöcken der längste Weg für eine Kugel gebaut werden soll, gefällt den Schülern besonders gut. Mit Hilfe der Eltern und Sponsoren sollen im Anschluss an das Projekt eigene Stationen für die Schule gebaut werden.

Morgen sind Eltern, Großeltern zum Familien-Experimentiertag in die Grundschule Mendelstraße eingeladen. In der Zeit von 16 bis 18 Uhr können die Kinder zeigen, was sie an den Stationen der Miniphänomenta erforscht und entdeckt haben.