Quartiersentwicklung

Politik will BID Sachsentor nicht im Beirat

Bergedorf (he). Zur Bezirksversammlung (Donnerstag, 18 Uhr, Rathaussaal) hat das Bezirksamt eine Beschlussvorlage für einen neuen Beirat erarbeitet.

Ein 23-köpfiges Gremium soll künftig über Geld aus dem Verfügungsfonds für Bergedorf-Süd entscheiden, so der Vorschlag der Verwaltung. Zur Zusammensetzung wie auch zum Procedere bestehen jedoch bei den großen Fraktionen Vorbehalte - vor allem gegenüber einer Beteiligung des BID Sachsentor.

"Über die Einbindung des Sachsentors sollten Mittel für die Verbindung zwischen Bergedorf-Süd und der Einkaufszone eingeworben werden. Die Pflasterung, etwa der Hude, ist jedoch inzwischen realisiert", sagt Werner Omniczynski. Wenn das eigentliche Ziel erreicht sei, "warum sollte das Thema Sachsentor dort noch bewegt werden, etwa das BID als Vertreter des dortigen Einzelhandels in ein schon relativ groß geplantes Gremium eingebunden werden?", fragt der Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion.

23 Mitglieder sollen nach dem Vorschlag des Bezirksamtes den Beirat bilden. Neben fünf Bewohnern, fünf Vertretern von Schulen, Kitas, Jugendeinrichtungen und Altentagesstätte sowie fünf Bezirksabgeordneten sollen drei Grundbesitzer beteiligt werden, zudem soll die Wirtschaft fünf Sitze erhalten: Mit einem Gastronomen, einem Handwerker und einem Einzelhändler sollen Bergedorfs Wirtschaftsinitiative WSB und das BID Sachsentor je eine Stimme erhalten.

"Wir beraten noch in der Fraktion. Doch aus meiner Sicht ist das BID im Beirat für Bergedorf-Süd fehl am Platz", sagt Peter Aue (CDU). Die Initiative habe schon gut damit zu tun, " die von den Grundeigentümern im Sachsentor erhobenen Beiträge zweckentsprechend zu verwenden", so Bergedorfs Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender.

Fraktionskollege Eckhard Kolwa hat noch aus einem weiteren Grund Vorbehalte. Mit Blick auf die geplante Weihnachtsbeleuchtung mahnt der Stadtplanungsexperte: "Mittel für die Quartiersentwicklung von Bergedorf-Süd dürfen nicht einfach in eine neue Weihnachtsbeleuchtung für das Sachsentor umgeleitet werden." Es geht um bis zu 40 000 Euro.