Bildung

5. Klassen: Widersprüche hatten Erfolg

Bergedorf. Die Würfel sind gefallen: Am Dienstag werden in Hamburg 13 120 Kinder eingeschult, seit Tagen üben auch schon viele der 12 973 Fünftklässler ihren neuen Schulweg. Gut die Hälfte von ihnen, 52 Prozent, wird ein Gymnasium besuchen.

Gleich sechszügig wird das Gymnasium Lohbrügge, das 161 Kinder aufnehmen wird, gefolgt vom Luisen-Gymnasium (138), dem Gymnasium Bornbrook (136), dem Hansa-Gymnasium (112) und dem Gymnasium Allermöhe (79).

Die Verteilung war für manche Eltern nicht akzeptabel, musste doch das "Lui" 20 Kinder abweisen, die Stadtteilschule GSB, die immerhin sieben fünfte Klassen einrichtet, hatte sogar 70 Anmeldungen zu viel. Einige Eltern legten Widerspruch ein: 13 der insgesamt 20 Widersprüche an der GSB wurden tatsächlich zugunsten der Eltern entschieden, immerhin viermal wurde eine einvernehmliche Einigung mit den Eltern erzielt. Das sieht meist so aus: Die Kinder bekommen den Platz, die Eltern übernehmen im Gegenzug die Verfahrenskosten.

Am Luisen-Gymnasium waren acht Widersprüche eingegangen, nur zwei Gerichtsurteile gingen zugunsten der Behörde aus. "Und es gab 31 Prüfungen, ob die Eltern auch tatsächlich in Hamburg und nicht in Schleswig-Holstein wohnen. Meines Wissens sind daraufhin fünf Eltern wieder abgesprungen und haben ihre Kinder in Wentorf angemeldet", sagt Gaby Geisler. Die Vorsitzende des Bergedorfer Kreiselternrates meint, dass Eltern künftig besser informiert werden müssen: "Wenn jemand sein erstes Kind auf dem Hansa hat, macht es wenig Sinn, das zweite auf dem Lui anzumelden. Das verstehen viele nicht." Geisler betont, dass sich Eltern nur eine Schulform, nicht aber eine bestimmte Schule aussuchen können.

Das Thema wird auch Bergedorfs Ausschuss für Kultur und Schule nächsten Montag, 6. August, aufnehmen. Wenn die Sitzung um 17.30 Uhr im Rathaus beginnt, wird auch Ursula Peters zu Gast sein - Bergedorfs langjährige Oberschulrätin.