Arbeitsumfeld

Vom Verlagslehrling zum Innendienstleiter

Bergedorf (ld). "Wer hätte das gedacht, ich wollte doch nur ein paar Jahre bleiben", sagt Mathias Martens mit einem Schmunzeln.

Seine Ausbildung zum Verlagskaufmann bei der Bergedorfer Zeitung begann er am 1. August 1987 mit der Erwartung, nach ein paar Lehrjahren in eine andere Firma zu wechseln. Dazu kam es nicht: Der gebürtige Wandsbeker feiert heute nach 25 Jahren sein Dienstjubiläum.

Nach der Ausbildung arbeitete der 47-Jährige im Vertrieb, nahm in der telefonischen Anzeigenannahme Wünsche der Kunden entgegen, baute die Abteilung der Seitenherstellung auf. Seit 2008 ist er Leiter des Anzeigeninnendienstes, kümmert sich unter anderem um die Platzierung der Anzeigen in Bergedorfer Zeitung/Lauenburgische Landeszeitung, im Bille-Wochenblatt und den Wochenblättern für Geesthacht, Lauenburg und Schwarzenbek.

Und das ist eine Wissenschaft für sich: Die Kunden möchten ihre Anzeigen in der Regel nur auf rechten Seiten platziert wissen, die einen wollen zudem weit vorn in der Zeitung stehen, andere auf einer bestimmten Lokalseite. Und manche dürfen auch nicht hintereinander platziert werden, weiß Martens.

Sein großes Hobby ist die Harburger Schützengilde, für die er aber inzwischen nur noch wenig Zeit hat: Jedes Wochenende macht er sich auf den Weg zu Lebensgefährtin Ingrid ins Rheinland. "Für meine Kollegen bin ich aber immer da, wenn etwas schief läuft", sagt Martens. Das sei das Schöne bei der "bz": "In unserem Haus helfen sich alle Kollegen."

In seiner Arbeitsumgebung hat sich aber viel verändert: Bogendruck und Rotation sind vom Gelände am Curslacker Neuen Deich verschwunden. Stattdessen gibt es ein modernes Satzzentrum, das mehr als 30 Wochenblätter und Tageszeitungen betreut. Und natürlich läuft auch die Zeitungsplanung heute am Bildschirm.

Für die Redaktion macht Mathias Martens aber eine Ausnahme: Den Seitenspiegel gibt es jeden Morgen noch auf Papier. Wir sagen Danke!