Kritische Stadtführung

Als Bergedorf noch ganz anders aussah

Bergedorf (upb). Moderne Stadtplanung kann hemmungslos zerstörerisch sein. Gerade in Bergedorf gibt es dafür eine ganze Reihe von Beispielen.

Hier wurde in den 1950er-Jahren die Bergedorfer Straße mitten durch die Altstadt geschlagen, sogar der alte Hafen im Serrahn vom Schiffsverkehr abgeschnitten, weil die Brücke der B 5 zu niedrig war. Und gerade erst ersetzte man den alten Bahnhof durch ein Bauwerk, das architektonisch eher an eine auswechselbare Vorortstation erinnert.

Diese und mehr Stationen stehen auf dem Programm des Stadtrundgangs, zu dem Kultur- & Geschichtskontor-Chef Christian Römmer für Sonntag einlädt. Treffpunkt zum etwa zweistündigen Rundgang ist vor dem Kontor am Reetwerder 17. Die Teilnahme kostet acht Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.