Bergedorfer Musiktage

Auf den Spuren von Mozart und Händel

Bergedorf (upb). Das wird ein großer Klassik-Abend, der gar nicht angestaubt ist: Am heutigen Sonnabend gastieren die Bergedorfer Musiktage mit Mozarts "Krönungsmesse" und Auszügen aus Händels "Messias" in der Kirche St. Petri und Pauli.

Für die jugendliche Frische des ausverkauften Konzerts sorgen neben den jungen Solisten auf der Bühne nicht zuletzt auch die Macher des Programmheftes, die ihr Werk heute persönlich an die Konzertbesucher verteilen.

Das 20 Seiten starke Heft ist als Schüler-Projekt am Luisen-Gymnasium entstanden. Gefördert von der Körber-Stiftung haben 22 Zehntklässler seit Mitte Februar am Heft gearbeitet. Unter Leitung von Musikwissenschaftlerin Insa Axmann und Musiklehrerin Christiane Bertram wurde zu Mozart und Händel recherchiert, aber auch ihrem Bezug zu Bergedorf. "Es war spannend zu erfahren, dass der in Bergedorf geborene Johann Adolf Hasse einst den jungen Mozart unterrichtete", sagt Justin Kröger (16) vom Autoren-Team. Mitschülerin Nicole Nebel (16) hat sich dagegen mit Händel befasst - und seinem Wiederentdecker Friedrich Chrysander, der bis zu seinem Tod 1901 in Bergedorf wohnte: "Ohne ihn würden wir Händels Musik heute wohl gar nicht mehr kennen."

Klar, dass beiden Bergedorfern neben Mozart und Händel eigene Kapitel im Programmheft gewidmet sind. Zudem gibt es einen Einblick in die gut 500-jährige Geschichte von St. Petri und Pauli, Beschreibungen der Stücke und Kurzbiografien der Solisten. "Es ist zwar nur ein kleines Heft. Aber irgendwie ein tolles Gefühl, das jetzt in der Hand zu halten", sagt Mitautor Leo Holldack.

Restkarten gibt es noch für die letzten zwei Konzerte der Musiktage: Duette aus Oper und Operette (1. Juli, 18 Uhr, Zollenspieker Fährhaus); Liederabend mit Werken von Brahms, Schumann und Mendelssohn Bartholdy (6. Juli, 19 Uhr, Spiegelsaal Rathaus). Details unter www.bergedorfer-musiktage.com .