Baustart

Jetzt kommen in Bergedorf alle Autofahrer ins Schwitzen

Bergedorf. Der Bergedorfer Baustellen-Sommer hat pünktlich begonnen. Einen Tag nach dem kalendarischen Start der heißen Jahreszeit sind die Autofahrer schon ins Schwitzen gekommen: Gestern quälte sich der Berufsverkehr in langen Staus durch die Bergedorfer Straße und auch über die Umleitung via Sander Damm und Weidenbaumsweg.

Ursache ist der Baustart auf dem Verkehrsknoten Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße, der den Verkehr nun bis zur Adventszeit beeinträchtigen wird. Erst erneuert Hamburg Wasser bis Ende Juli diverse Leitungen unter der Fahrbahn, dann folgt der etwa dreimonatige Umbau der Kreuzung. Fast die gesamte Zeit über bleibt die Vierlandenstraße Richtung Autobahn voll gesperrt.

Die Polizei empfiehlt, Bergedorf am besten weiträumig zu umfahren. "Wir gehen aber davon aus, dass sich die Staus in den nächsten Tagen deutlich reduzieren", gibt Ralf Woldt von der Bergedorfer Verkehrspolizei vorsichtig Entwarnung. Gestern bereits wurden die Ampelphasen auf der Umleitungsstrecke den neuen Verkehrsflüssen angepasst. "Wenn nötig, steuern wir dort in den kommenden Tagen noch nach", sagt Woldt.

Auch Fußgänger und Radler müssen sich neu orientieren. Weil alle Ampeln an der Umbau-Kreuzung abmontiert sind, wurde für sie gestern nahe des Restaurants "November" eine eigene Ampel aufgestellt. Sie bleibt nun für Monate die einzige Querungsmöglichkeit der Bergedorfer Straße in diesem Bereich.

Gleich neben ihr halten nun auch die Linienbusse: Der Stopp Mohnhof wurde in Fahrtrichtung ZOB um gut 100 Meter verschoben. "Auch die Haltestelle gegenüber wird am Montag folgen und vor das ehemalige Hansa-Kino verlegt", ergänzt Rolf Westphalen. Sprecher der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein.

Hintergrund ist der nächste Woche beginnende Rohrleitungsbau unterhalb der Fußgängerampel am Neuen Mohnhof. Hamburg Wasser verlegt ein neues Hauptsiel, verengt die Fahrbahn auch dort auf nur zwei Spuren. "Wir wollen die Behinderungen in der Bergedorfer City zeitlich so kurz wie möglich halten", sagt Hamburg-Wasser-Sprecherin Gisela Matthée. "Deshalb graben wir an beiden Stellen parallel und nicht nacheinander."