Eichenwickler

Raupen fressen die Eichen kahl

Bergedorf (ld). Schwere Zeit für Bergedorfs Eichen: Statt eine dichte Laubkrone zu tragen, ragen derzeit kahle Äste gen Himmel. Die Blätter sind an- und abgefressen, Laubreste liegen am Stamm.

Vereinzelt im Bergedorfer Gehölz, vor allem aber an der Ostseite des Bergedorfer Friedhofes fällt es auf: "Neben Kapelle 2 sind viele Bäume betroffen auf einer Fläche, die bestimmt fünf Fußballfelder groß ist", sagt Hans Humpke.

Dem Rentner aus Bergedorf sind die kahlen Äste bei einer Joggingrunde über das Friedhofsgelände aufgefallen. "Es sieht aus, als ob schon Winter wäre", wundert sich der 66-Jährige, dem die lichten Baumkronen auch deshalb so deutlich aufgefallen sind, weil daneben die Raupen-freien Buchen mit grüner Blätterpracht prahlen.

Grund für das "nackte Elend" ist der gemeine Eichenwickler: Die gefräßigen Raupen des später grünlichen Falters ernähren sich von den Blättern und sind als Eichenschädling bekannt. Da der Eichenwickler im Gegensatz zum gefürchteten Eichenprozessionsspinner mit dessen allergen wirkenden Brennhaaren ungefährlich ist, besteht hier für Spaziergänger also keine Gefahr.

Wie stark die Eichen von den Raupen beschädigt werden, muss die Zeit zeigen, sagt Wolfgang Charles aus der Grünabteilung des Bezirksamts: "Wir werden das weiter beobachten, aber keine Pestizide versprühen."