Jugendtheatertage

Ein unterhaltsames Verwirrspiel

Bergedorf. Plötzlich sitzt ein pausbackiger Lockenkopf auf Opas Stammplatz. Er grinst breit und behauptet, er sei ebendieser, nämlich Opa.

Kein Wunder, dass es zu vielen Verwirrungen kommt. . . Es hat sich gelohnt, dass Manuela Kremer das Buch "Opa, komm vom Baum herunter" in ein Theaterstück umwandelte und mit der 3b der Zollenspieker Schule jetzt bei den Jugendtheatertagen vorführte. Vor allem, weil Kremer die Geschichte von Ursula Kaletta in Bergedorf spielen ließ.

Einmal wieder jung sein - das wünscht sich Opa (Lucas Dircks). Mithilfe von Pillen verwandelt er sich in den coolen Jo (Max Ole Nazakewitz). Allerdings sorgt die Pille, die immer nur für ein paar Stunden wirkt, für einige Verwirrung. Der junge Jo möchte einen Baum besteigen. Oben angekommen, verwandelt er sich aber in den alten Opa zurück. Alleine kommt er nicht hinunter. Zum Glück kann die mit Sirenen anrückende Feuerwehr den alten Mann retten.

Aber schon bald sorgt Opas Wandlungsfähigkeit wieder für Verwirrung. Beim Möbelhaus Marcks verliert Chris ihren Opa, der gerade noch auf einem Sessel saß. Stattdessen liegt dort ein Baby. Chris vermutet, dass die Pillen diesmal zu stark gewirkt haben und nimmt das Baby mit. Die Mutter (Frederike Wolff) ist tief erschrocken. Aber - Oh Schreck! - beim Windelwechseln entdeckt sie, dass das Baby ein Mädchen ist. Schnell wird das Kind zur Polizei gebracht und alles ist wieder gut.

Es war ein sehr unterhaltendes Rollenspiel und toll mit anzusehen, wie sich der steife Opa in einen so quicklebendigen, knuddeligen Lockenkopf verwandelte. Besonders, weil Max Ole Nazarkewitz ihn so wunderbar spielte. Auch Chris wurde von Karoline Pfalzgraf gut, aber sehr aggressiv gespielt, was dem Publikum einige wohlwollende Lacher entlockte.

Kremer zeigte in ihrer Inszenierung viel Liebe zum Detail. Immer wieder fanden sich Verweise auf Bergedorf. Zwar hatte das Stück keine ganz runde Handlung. Dank der vielen guten Ideen und der tollen Umsetzung durch die Kinder, war es jedoch viel mehr: sehr originell.