Zurück an die FDP-Spitze

Kurt Hansen will "machen statt meckern"

Bergedorf (he). Gemeinsam mit Rüdiger Horst Bambach und Ernst Mohnike steht Kurt Hansen seit Jahrzehnten für die FDP in Bergedorf.

Der frühere Bezirksfraktionschef, Vorsitzende der Bergedorfer FDP und zeitweilige Landesvorsitzende will es noch mal wissen: Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. Juni kandidiert der 75-Jährige für den Bezirksvorsitz.

Die vergangenen Jahre haben die Bille-Liberalen einige Vorsitzende verschlissen. Versuche, die Partei zu verjüngen, stürzten Bergedorfs FDP in immer neue Personalprobleme. Stefan Kubat führte die Partei nur kurzfristig, legte Vorsitz und sein Mandat als Nachrücker in die Bezirksversammlung wegen Arbeitsüberlastung nieder. Auf ihn folgte im November 2010 der Mittfünfziger Heiko Pohse. Der jedoch gehörte dem "sozialliberalen Flügel" der FDP an, stammt aus Lohbrügge. Bereits im April 2011 wurde er gestürzt, durch Jan Paulick (damals 25) ersetzt.

Seit der Jurastudent per Mail an den Landesvorstand und ohne vorherige Rücksprache mit seinen Parteikollegen in Bergedorf im März 2012 überraschend seinen Rücktritt erklärte, wird die Bezirks-FDP durch den aktuellen Vizevorsitzenden Kurt Hansen geführt. Der Partei-Senior hat jetzt gegenüber dem FDP-Bezirksvorstand erklärt, sich der "reizvollen Aufgabe" erneut zu stellen, sich "vor den Karren" spannen zu lassen. "Mein Motto lautet schließlich nicht meckern, sondern machen", so der Wirtschaftsliberale aus Ochsenwerder.

Die beiden FDP-Kreise im Bezirk Bergedorf werden durch FDP-Urgestein Ernst Mohnike (66 Jahre, Lohbrügge) und Sven Eichner (37, Bergedorf/Vier- und Marschlande) geführt. Beide Männer sitzen für die FDP auch in der Bezirksversammlung. Sie bilden dort mit Pirat Jan Penz seit einem knappen Jahr eine von der eignen Partei zuerst argwöhnisch beäugte, in Hamburg aber inzwischen viel beachtete gemeinsame Fraktion.

© Bergedorfer Zeitung 2018 – Alle Rechte vorbehalten.