Bahnhofsumfeld

Kampf um Taxenstände und Verkehrskonzept

Bergedorf. Die Führerscheinstelle beim Bergedorfer TÜV ist seit Anfang April "vorübergehend" geschlossen, der Bau einer Treppe zwischen Serrahnufer und B 5 nach Kostenexplosion in weiter Ferne.

Zudem gibt es Streit um die Zahl der Taxenstände am Bergedorfer Bahnhof und einen Vorstoß von FDP/Piraten, den Schmidtweg in Nachbarschaft des Bethesda Krankenhauses für alle Nicht-Anlieger zu sperren. Bergedorfs Verkehrsausschuss bietet Montag wieder reichlich Konfliktstoff: Die öffentliche Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Rathaussaal.

Dass die wegen Personalmangel angeblich nur vorübergehend geschlossenen Führerscheinstellen Harburg und Bergedorf jemals wieder öffnen, glauben nur noch Optimisten. Die Mitarbeiter aus den Hamburger Außenbezirken kommen dem Landesbetrieb Verkehr (LBV) gerade recht, um die beiden größeren Standorte, Ausschläger Weg und Langenhorner Chaussee, ohne Einschränkungen weiter zu betreiben. Ein Referent soll Montag im Fachausschuss Rede und Antwort stehen.

Mit wachsendem Unmut sehen manche Politiker die Planung vieler Bauvorhaben in Bergedorf. Ohne einen Ausbau oder zumindest Ertüchtigung der Knotenpunkte und Kreisel werde der Verkehr auf dem Weidenbaumsweg spätestens dann zusammenbrechen, wenn die Wohngebiete Glasbläserhöfe und Weidensteg fertiggestellt sind, warnen Experten. Das von der CDU beantragte Verkehrskonzept für Bergedorf steht erneut auf der Tagesordnung.

Schluss sein soll jetzt mit dem Streit um die Taxenplätze vorm Bahnhof. In der Straße Am Bahnhof bleibt weiterhin eine Ladezone bestehen, Bezirk und Polizei haben sich auf eine kleine Lösung verständigt. "Die Taxen erhalten drei zusätzliche Plätze, die Ladezone hat drei PKW-Längen, reicht für einen üblichen 7,5-Tonner", sagt Hans-Jürgen Gäth, Chef der Bergedorfer Verkehrspolizei. Ist der Bahnhofvorplatz endlich vollendet, sollen Polizei und Bezirklicher Ordnungsdienst (BOD) vermehrt kontrollieren.