Eingeweiht

Das "Bunte Haus" ist offen für alle Kinder und Eltern

Bergedorf-West. Quietschgelbe Fensterrahmen, rote und blaue Fassadenwände: Das "Bunte Haus für Kinder und Eltern" am Ladenbeker Furtweg macht seinem Namen alle Ehre.

Und das nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich. Denn in den ehemaligen LEB-Werkstätten sind nunmehr etliche Einrichtungen, die mit dem Thema Jugend und Erziehung befasst sind, unter einem Dach untergebracht. Eine "bunte" Mischung, die durch einen aufwendigen Umbau (1,1 Millionen Euro) möglich wurde. Gestern wurde offiziell Einweihung gefeiert.

Bergedorfs Sozialdezernentin Angela Braasch-Eggert ist überzeugt, dass das "Bunte Haus" das Potenzial hat, "in Bergedorf zu einem "Markenzeichen zu werden". Denn künftig werden hier Hunderte Väter, Mütter und Kinder ein- und ausgehen: Mit der fusionierten Elternschule, die zahlreiche Kurse rund ums Elternsein anbietet, sowie der Erziehungsberatung sind hier zwei traditionelle und viel besuchte Einrichtungen des Bezirks eingezogen.

Hinzu kommen die Angebote des Hausherrn und Vermieters, des städtischen Landesbetriebs Erziehung und Beratung (LEB), der hier ehemals Werkstätten betrieb. Nun nach dem Umbau des 2000 Quadratmeter großen Gebäudes ist hier nicht nur Platz für die Elternschule und die Erziehungsberatung des Bezirks sowie soziale Gruppenarbeit des Hauses Warwisch, sondern auch für eigene Angebote. Das sind der Pflegekinderdienst (berät Pflegeeltern und -kinder), die Ambulanten Hilfen (sozialpädagogische Familienhilfe), die eigene Verwaltung für den Bergedorfer Raum sowie eine geplante Wohngruppe für minderjährige weibliche Flüchtlinge mit Kindern (11 Plätze). Alle Angebote sind neu im Gebäude - nur eine Tagesgruppe für sechs- bis zwölfjährige Kinder gab es bereits zu Zeiten der Werkstätten.

Dass diese noch recht neuen Werkstätten weichen mussten, obwohl das Gebäude (offizielle Adresse: Billwerder Billdeich 648a) erst 1999 errichtet worden war, bedauerte Sozialdezernentin Angela Braasch-Eggert. Sie betonte aber zugleich, dass die Umgestaltung keinesfalls "eine Notlösung" sei, sondern eine "Kooperation, auf die man schon eher hätte kommen können". Auch der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Paul Kleszcz (SPD) betonte: "Hier wächst zusammen, was zusammengehört." Das Haus könne eine Bereicherung sein und ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche "Vertrauen, Geborgenheit und Heimat" erfahren.