Abitur und dann?

Freude und Ängste dicht beieinander

Bergedorf. Die grenzenlose Freiheit ist schon zum Greifen nah: Nur die mündlichen Prüfungen müssen noch überstanden werden, dann haben etwa 900 Bergedorfer Schüler (hoffentlich) ihr Abi in der Tasche. Doch was kommt danach?

Während einige bereits den Studienplatz oder die Ausbildungsstelle in der Tasche haben, haben andere noch die Qual der Wahl. Wir haben mit einigen Bergedorfer Abiturienten gesprochen.

Lisa Lemke aus Neuengamme freut sich schon auf drei Jahre England: "Ich werde wahrscheinlich in Falmouth Englisch mit kreativem Schreiben studieren." Allerdings habe sie ein wenig Angst davor, dort keinen Anschluss zu finden und Englisch nicht gut genug zu sprechen. "Aber meine Hamburger Freunde sehe ich ja alle in den Ferien wieder", sagt die 18-Jährige.

Marian Stirkat (18) möchte zunächst praktische Erfahrungen sammeln: "Ich mache erst mal ein Freiwilliges Soziales Jahr", verrät der Bergedorfer. Fabian Ziebinski (18) vom Gymnasium Bornbrook, hat vor allem eins im Auge: "Meine Freiheit! Ich kann jetzt endlich meiner Passion folgen, tun, was ich für richtig halte." Sport und Englisch auf Lehramt möchte er an der Universität Hamburg studieren. "Klar, ein wenig Bammel habe ich natürlich auch. Jetzt beginnt ja ein völlig neuer Lebensabschnitt."

Sabine Weißbecker (18), ebenfalls vom "Gymbo", möchte "auf jeden Fall irgendwas im sozialen Bereich studieren". Doch ihr Blick in die Zukunft ist nicht nur geprägt von Vorfreude: "Am meisten Angst habe ich davor, den Kontakt zu meinen Freunden zu verlieren, wenn ich mit dem Studium anfange." Mitschülerin Laura Suchantke freut sich hingegen, "dass ich die ganzen Lehrer jetzt nicht mehr sehen muss". Kommunikationsdesign möchte die 18-Jährige studieren - und sich schnell eine eigene Wohnung einrichten.

"Ich freue mich vor allem auf meine Freiheit." Fabian Ziebinski, Gymnasium Bornbrook