Beirat

Türken fordern eine Stimme mehr

Lohbrügge (stri). Bergedorfs Türken fordern mehr Mitspracherechte: Auf dem Stadtteilbeirat, der nächsten Mittwoch im "Haus brügge" tagt, beantragt der türkische Kulturverein AKD, der am Oberen Landweg sitzt, eine eigene Stimme - bislang teilt sich der Verein eine Stimme mit dem alevitischen Verein BAKM.

Nicht zuletzt will sich auf der Sitzung, die um 18 Uhr an der Leuschnerstraße 86 beginnt, die türkisch-islamische Gemeinde vorstellen: Der Verein Ditip betreibt die Moschee an der Stuhlrohrstraße. Auch Migranten aus Russland, Afghanistan und Polen werden auf der Sitzung erwartet.

Auf der Tagesordnung steht das neue Projekt "Jugend Aktiv", das der Internationale Bund am Billebogen betreut. Dazu passend gibt es fünf Anträge für den mit 20 000 Euro gefüllten Verfügungsfonds: 666 Euro sollen dem Stadtteilbüro helfen, eine Info-Broschüre zu erstellen, die sämtliche Angebote am Billebogen zusammenfasst.

Für 1000 Euro möchte das Mütterzentrum seine Küche erneuern. Ein Zuschuss von 4000 Euro ist für das "Konzert der Kulturen" angefragt, das am 17. Juni steigen soll - bereits 23 Beiträge wurden angemeldet, darunter ein russischer Kinderchor, türkische Rapper, Balkanbeat und afrikanische Trommeln.

Gleich zwei Anträge liegen vom "Haus brügge" (Sprungbrett e.V.) vor, das für einen Deutsch- und Computerkursus 475 Euro Zuschuss erhofft. Zudem werden 2730 Euro für "Theater ohne Grenzen" erbeten, das "zur interreligiösen und interkulturellen Verständigung beiträgt" und den "kulturellen Horizont der Teilnehmer erweitern" will.