Kommentar

Mit Saz-Musik und Couscous

Es ist ein Erfolg, wenn sich Ausländer in unsere Gesellschaft einbringen, sich mit der hiesigen Kultur - durchaus auch kritisch - auseinandersetzen mögen. Weniger hilfreich ist es, wenn viele kleine Gruppen und Vereine sich abgrenzen, nur eigene Interessen vertreten wollen.

Integrationsarbeit bedeutet, Puzzleteile in ein Gesamtbild zu fügen. Das fängt mit Saz-Musik, Couscous und Kartoffelsalat an. Das darf nicht mit verpflichtender Dankbarkeit enden.

Niemand muss das Wort Freundschaft auf zehn Sprachen kennen, auf einen türkischen Schützenverein hoffen oder eine polnische Elternratsvorsitzende.

Nehmen wir uns wahr: Jede Kultur, aber auch jeder Mensch ist einzigartig. Das muss in die Köpfe: Nicht "wir tolerieren die", sondern "ich respektiere dich".