Kreative Kurzfilme

Mit der Handy-Kamera am Besenstil neue Perspektiven wagen

Lohbrügge (stri). Wie kreativ können Filme sein, die mit einem normalen Handy aufgenommen wurden? Das wollten Neuntklässler der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg herausfinden und tüftelten an außergewöhnlichen Perspektiven.

Da wurde die Handy-Kamera mal an einen Besenstil gebunden, mal an Fahrrädern oder einem Müllgreifer fixiert. Besonders gut gefiel die Perspektive aus einem Einkaufswagen: "Ab durch den Supermarkt" heißt der Kurzfilm, der bei Edeka am Lohbrügger Markt und im CCB aufgenommen wurde.

"Wir haben mit einem einfachen Schnittprogramm am Computer gearbeitet und den Film später mit Instrumentalmusik unterlegt", erklärt Englischlehrerin Friederike Schmalstieg, die auch die Medienklasse betreut und den Jugendlichen zum Beispiel erklärte, dass man auch im Supermarkt fragen muss, ob man fremde Menschen filmen darf.

Das viertägige Projekt fügt sich ein in die Initiative "Mobile Movies", bei der das Landesinstitut für Lehrerbildung mit dem Verein für medienpädagogische Praxis insgesamt 300 Schüler dazu motivieren konnte, 86 Filme zu drehen, die kaum länger sind als eine Minute. Die Lohbrügger Schüler haben gleich drei Filme zu zeigen: Neben dem Einkaufswagen-Streifen werden auch "The crazy way" und "Verfolgt" - eine Stalker-Szene in der S 21 - morgen auf fünf große Wände in der Hamburger Innenstadt projiziert. "A wall is a screen" heißt es etwa in der Europapassage, bei Karstadt und im Gertrudenhof, wenn um 20.15 Uhr ein einstündiger Film-Rundgang beginnt. Wer mag, findet die Filme auch im Internet unter www.mobilemovie-hamburg.de .