Erwerbslosigkeit

Arbeitsmarkt: Bergedorf holt in Hamburg weiter auf

Bergedorf (he). Mit 8,2 Prozent weist Bergedorf aktuell die dritthöchste Arbeitslosenquote aller sieben Hamburger Bezirke auf - nur Harburg (10,6 %) und Mitte (10,4 %) liegen schlechter. Doch Bergedorf holt auf:

Gegenüber März 2011 ist die Zahl der Erwerbslosen in keinem Bezirk stärker gefallen als zwischen Bille und Elbe, von Altengamme bis Moorfleet: Die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit weist für Bergedorf einen Rückgang um 9,1 Prozent aus.

Der Aufschwung scheint sich fortzusetzen, zum Februar sank die Zahl der Erwerbslosen um 179 auf 5318 Personen. Noch deutlicher wird der Positivtrend beim Blick auf Stellen: Ende März waren bei der Arbeitsagentur Bergedorf 727 freie Stellen gemeldet, 228 mehr als vor einem Jahr.

Das Frühjahr trägt seinen Teil dazu bei. Gärtner werden ebenso wieder vermehrt gesucht wie Kräfte für die Gastronomie, von Köchen und Küchenhilfen über Servicekräfte bis zu Barkeepern. Doch die Nachfrage nach Arbeitkräften geht über die saisonal bedingte Entwicklung hinaus. Gefragt sind auch Logistikfachkräfte und Kommissionierer, Berufskraftfahrer wie auch Speditions- und Bürokaufleute, Experten für Finanz- und Lohnbuchhaltung.

Bedarf hat auch der Einzelhandel, und das nicht nur an billigen 400-Euro-Kräften, auch in Teilzeit und Vollzeit werden Mitarbeiter gesucht. "Das gilt für alle Bereiche und für das Zeitfenster von fünf bis 22 Uhr", erläutert, Ulf Fock, Chef der Arbeitsagentur in Bergedorf. Für ihren 24-Stunden-Betrieb suchen besonders Tankstellen und Logistik-Unternehmen Mitarbeiter für nachts zwischen 22 und 6 Uhr.

Auf verträglichere Arbeitszeiten darf hoffen, wer im Handwerk wie auch in Sozial- und Gesundheitsberufen unterkommt: Fachkräfte sind sehr gefragt, so Fock, "ihnen bieten sich langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten".