Bei Bauarbeiten

Alte Gebeine in einer Hauni-Halle entdeckt

Bergedorf (cr). Gruseliger Fund bei der Hauni Maschinenbau AG an der Kurt-A.-Körber-Chaussee: Bei Bauarbeiten in einer Halle am äußersten Rande des Werksgeländes sind am Mittwoch Knochen ausgegraben worden.

Da ihre Herkunft zunächst unklar war, alarmierten Mitarbeiter die Polizei.

Die Knochen lagen in einem Schacht, der für ein neues Maschinen-Podest ausgehoben worden war. Auch Sargnägel fanden sich hier im Erdreich. Beamte des Landeskriminalamtes sowie Gerichtsmediziner rückten an, um den Fund zu begutachten. Sie gaben schnell Entwarnung: Zwar handelte es sich tatsächlich um menschliche Knochen - offenbar von mehreren Menschen. Doch ihr Alter wurde auf mehr als 50 Jahre datiert.

Die Experten vermuten, dass die Knochen über Erdaushub an diese Stelle gelangten: Möglicherweise wurde einst zum Bau der Halle Erdreich angefahren, das aus der Nähe eines Friedhofs stammte.

Die genaueren Hintergründe werden aber wohl unklar bleiben: Da die Polizei nicht von einem Verbrechen ausgeht (also auch kein Tatort vorliegt), wird es keine näheren Untersuchung der Gebeine geben. Die Knochen wurden an das Institut für Rechtsmedizin übergeben, wo sie entweder als Asservate aufbewahrt oder aber fachgerecht entsorgt werden. Funde wie diese sind keine Seltenheit: Sogar sehr häufig wird die Polizei auf Baustellen gerufen, da dort Knochen zum Vorschein gekommen sind.