Für Suchtkranke

25 Jahre Selbsthilfe im "Freundeskreis"

Bergedorf/Farmsen (ve). Auch nach einer Therapie benötigen Suchtkranke Hilfe - oft ein Leben lang.

Ein Vierteljahrhundert ist es nun her, dass sich mehrere Hamburger Sucht-Selbsthilfegruppen den bundesweit arbeitenden "Freundeskreisen" anschlossen und eine Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft gründeten. Sie gehören zur Diakonie in der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtkrankenhilfe. Zu den Mitgliedern der ersten Stunde gehört die Gruppe Lohbrügge im Erlöser-Gemeindehaus. Mittlerweile gibt es acht Gruppen im Bezirk Bergedorf.

In den Gruppen können die Teilnehmer - zumeist Alkoholkranke - über ihre Probleme sprechen. Menschen, die bereits länger abstinent leben, erzählen aus ihren Erfahrungen. Mancher Neuling wurde im Laufe der Zeit vom Nehmer zum Geber in diesen Gesprächen. Es gilt in diesen Runden absolute Vertraulichkeit: "Was hier gesprochen wird, bleibt im Raum." Gemeinsam wird außerdem viel unternommen.

Das 25-jährige Bestehen feiert die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft der Freundeskreise am morgigen Sonnabend im Gemeindehaus Farmsen. Ab 14 Uhr gibt es am Bramfelder Weg 25b ein kleines Programm. Dort befindet sich auch die Geschäftsstelle.

Hier gibt es die Freundeskreis-Gruppen im Bezirk: Erlöser-Gemeindehaus, Lohbrügger Kirchstraße 9 (zwei Gruppen montags 19.30 Uhr); Bethesda-Krankenhaus, Glindersweg 80 (zwei Gruppen dienstags 18.15 Uhr, eine freitags 19 Uhr); Christophorus-Gemeindehaus, Friedrich-Frank-Bogen 31 (mittwochs 19 Uhr); Soziales Zentrum, Ludwig-Rosenberg-Ring 47 (donnerstags 19 Uhr); Gemeindehaus Fünfhausen, Lauweg 16 (freitags 19.30 Uhr).