B5-Kreuzung

Für Fußgänger Grün nur auf Knopfdruck

Bergedorf (tv). Fußgänger und Radfahrer, welche die in Kürze neu gestaltete Ampelkreuzung Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße überqueren wollen, werden voraussichtlich einen Knopf drücken und dann warten müssen, bevor sie grünes Licht bekommen.

Die Bezirksfraktionen von GAL und Linken haben auf Anfrage erfahren, dass der bei der Planung federführende Hamburger Landesbetrieb für Straßen (LSBG) eine Option auf sogenannte "Anforderungstaster" an den Ampelmasten verfolgt, mit denen statt regelmäßiger Grünphasen für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer ein "Grün auf Bestellung" installiert wird.

"Diese Regelung soll einen besseren Abfluss der Pkw ermöglichen, verschlechtert aber gleichzeitig den Verkehrsfluss für Fußgänger und Radfahrer", beklagte im Verkehrsausschuss Norbert Fleige für die GAL. "Es ist eine Ungleichbehandlung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer." Linke und GAL beantragten daher, die Anforderungstaster durch die Bezirksversammlung abzulehnen und den LSBG zu einer Änderung der Planungen aufzufordern.

"Wenn wir den Verkehr auf dieser Kreuzung bescheunigen wollen, können wir keine Fußgänger berücksichtigen, die es gar nicht gibt", rechtfertigte FDP-Vertreter Sven Eichner die Knopfdruck-Regelung. Für die SPD argumentierte Paul Klesz, Anforderungstaster seien für Fußgänger und Radfahrer förderlich.. "Warum schaffen wir dann keine Druckampel für Autofahrer an?!" polterte Robert Gruber von den Linken.

Mathias Zaum (CDU) führte an, das beabsichtigte gleiche Recht für jeden Verkehrsteilnehmer auf dieser Kreuzung müsse die prozentuale Aufteilung berücksichtigen. "Wenn wir 90 Prozent Autofahrer haben, die übrigen sind Fußgänger und Radfahrer, können die Grünphasen nicht identisch sein." Mit den Stimmen von CDU und SPD wurde der Antrag abgelehnt.

Auf Granit biss bei SPD und GAL auch die CDU mit ihrem erneuten Vorstoß, eine einspurige Verkehrsführung auf der Bergedorfer Straße Richtung Hamburg zu verhindern.