Weidenbaumsweg

Endspurt für den Bahnhofsvorplatz

Bergedorf. Noch stehen Bauzäune rund um den Bahnhofsvorplatz. Vor dem CCB waren die Pflasterarbeiten gestern so gut wie abgeschlossen. Vor dem Eingang zu Bahnhof und ZOB wird noch gepflastert. Am 1. Juni, pünktlich zum Beginn der Bergedorfer Hafenmeile, soll der gesamte Bahnhofsvorplatz fertig sein.

Schließlich soll hier auch die Hauptbühne stehen.

Doch bisher hält sich die Freude der Passanten in Grenzen. "Die Pflastersteine finde ich unmöglich. Die sind total rutschig, wenn es nass ist", sagt Ilona Schütt aus Reinbek. Die unklare Verkehrssituation zwischen Autofahrern und Fußgängern ärgert sie hingegen nicht. "Man muss halt aufpassen. Gar nicht schlecht. Da konzentriert man sich mehr auf den Verkehr und so passiert am Ende sogar weniger", so die 70-Jährige.

Veronika Bach (36) aus Geesthacht, Mutter zweier kleiner Kinder, sieht das ganz anders: "Ich habe hier jedes Mal Angst, dass etwas passiert. Viele Autos fahren viel zu schnell. Polizei habe ich hier noch nie gesehen." Der Platz sei, wenn er so bliebe, total unattraktiv. "Man hätte ja vielleicht farbige Steine nehmen können." Auch hoffe sie auf Sitzbänke. Martin Steffens (21) aus Lohbrügge sagt: "Mal schauen, wie es ist, wenn der Platz fertig ist. Momentan ist ja noch ein ganz schönes Durcheinander." Er glaube aber, "dass viele Autos hier schwarz parken, wenn man keine Poller oder so aufstellt".

Bergedorfs Tiefbauchef Joachim Bruschke sieht die Situation entspannt. "Ich sehe mich gar nicht unter Druck, was den verkehrsberuhigten Geschäftsbereich angeht." Er gehe davon aus, dass sich nach Abschluss der Bauarbeiten "die Situation einpegelt". Die Verkehrslage dort sei nicht gefährlich. Natürlich werde der Bereich weiter beobachtet. "Mit den Bauarbeiten liegen wir im Plan und werden Ende Mai fertig sein", sagt Bruschke. Natürlich werde es Sitzbänke geben. Auf der Dreiecksfläche zwischen B5, Parkhaus und Weidenbaumsweg werden zudem 36 Ginkgo-Bäume gepflanzt. Ob es in der Mitte des Bahnhofsplatzes ein Bodenrelief geben wird, steht hingegen noch nicht fest. Bruschke: "Wir wissen noch nicht, ob wir uns das leisten können."

"Aus verkehrspolizeilicher Sicht" hat Polizeihauptkommissar Andreas Gärtner "an der 20er-Zone nichts auszusetzen", Fußgänger wie Kraftverkehr hätten ihre eigenen Bereiche, grundsätzlich gelte die Pflicht zu gegenseitiger Rücksichtnahme. "Es ist genügend Platz für Autos und Fußgänger. Wenn man aufpasst, passiert nichts." Gefährliche Situationen in der 20er-Zone seien ihm nicht bekannt.