Begegnungsstätte

Zukunft des Westibül: Jetzt wird verhandelt

Bergedorf-West (he). Lange Zeit schienen die Probleme übermächtig, jetzt sehen die Mitglieder der Arge Bergedorf-West wieder Land - zumindest für die nächsten Jahre:

Auf der Mitgliederversammlung wurde nicht nur der Vorsitzende Fritz Manke (SPD, Awo) für weitere zwei Jahre wiedergewählt; der Vorstand erhielt zudem den Auftrag, mit dem Vermieter des Westibüls über einen neuen Mietvertrag zu verhandeln. Nach Sven Dahlgaard, Fachamtsleiter Sozialraummanagement, hat auch Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast sein Okay für eine derartige Regelung signalisiert.

Noch vergangenes Jahr hatten viele Fragezeichen hinter der Zukunft des beliebten Treffs gestanden. Die Arge als Westibül-Träger war vom Bezirksamt aufgefordert worden, einer Verlängerung des auslaufenden Mietvertrags zu widersprechen: 50 000 Euro im Jahr für rund 500 Quadratmeter im EKZ Bergedorf-West erscheint vielen zu hoch. Jetzt soll es um einen Vertrag mit einer Laufzeit von nur vier Jahren und etwa der halben Jahresmiete gehen.

"Wir haben jetzt Zeit, nach einer Lösung für die Zukunft zu schauen", betont Manke. Die soll möglichst für weitere 20 Jahre tragen und vielen, möglichst allen Nutzern die Chance bieten, mit zu wechseln. Chöre und Theatergruppen sind im Westibül ebenso zu Hause wie Schachspieler, die örtliche Awo und das beliebte Café.

Die Arge wolle die Gespräche mit der evangelischen Kirche ebenso fortsetzen wie mit den Aleviten des Vereins AKD, sagt Manke. Doch die Zeit läuft. Während der AKD Kooperationspartner für ein geplantes Kulturzentrum am Oberen Landweg sucht, will die Kirchengemeinde Bergedorfer Marschen möglichst noch dieses Jahr zumindest die Sanierung und bauliche Öffnung ihrer Kirche zum Werner-Neben-Platz vorantreiben. Ob hier, im benachbarten Haus Christo und einem künftigen Anbau ausreichend Platz für alle Gruppen aus dem Westibül wäre, scheint jedoch zweifelhaft.

Bei den Vorstandswahlen wurden neben Fritz Manke auch die bisherigen Beisitzer Waldemar Meja und Ernst Böhme (Pavillon P5) bestätigt. Für "Sonderaufgaben" zeichnet künftig Ursel Jeß verantwortlich. Sie folgt auf Irmgard Wendt, die auf eine Wiederwahl verzichtet hat. Einen weiteren Wechsel hat es im Arge-Vorstand ohne Wahl gegeben: Der Vizevorsitzende Sven Noetzel, seit vergangenem Jahr CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirkversammlung Bergedorf, hat mit dem vormaligen Kassenwart Werner Kleint den Platz getauscht.