Ver.di

Kitas und Müllabfuhr im Streik

Bergedorf (upb). Heute Vormittag geht bei der Müllabfuhr und in vielen Kindertagesstätten Hamburgs nichts mehr: Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen. Für 8.30 Uhr ist die zentrale Kundgebung am Besenbinderhof geplant, zu der mehrere Hundert Erzieherinnen und Müllwerker anreisen - auch aus Bergedorf.

Gefordert werden 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens ein Plus von 200 Euro im Monat, für die etwa zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen. In Hamburg sind laut Ver.di rund 20 000 Menschen betroffen, darunter allerdings nicht das Bezirksamt und viele der Behörden: Ihre Mitarbeiter sind Angestellte des Landes.

So beschränkt sich der Arbeitskampf auf den Flughafen, die Hamburg Port Authority, die Staatstheater, das Hydrographische Institut, die Stadtreinigung und die 178 Kitas der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten. "24 unserer Kitas bleiben geschlossen, alle anderen haben eine Notbetreuung eingerichtet", sagt Gerald Krämer, kaufmännischer Leiter der Vereinigung. "Über Details haben wir alle betroffenen Eltern bereits am Freitag informiert. Niemand wird heute von einem Betreuungsausfall überrascht."

Auch Stadtreinigungs-Sprecher Reinhard Fiedler gibt sich gelassen: "Wir sprechen von einem Warnstreik, der kaum vier Stunden dauert. Ich gehe davon aus, dass unsere Trupps trotzdem das Tagespensum schaffen. Sonst wird morgen nachgearbeitet."