Kriminalitätsstatistik

So sicher ist Ihr Stadtteil

Bergedorf. Ein Mord, Schießereien, versuchte Vergewaltigungen: Gleich mehrere Straftaten sorgten Ende 2011 in Lohbrügge für Aufregung. Wohl manch ein Bürger fragte sich, ob sein Stadtteil noch sicher ist. Nun haben es die Lohbrügger schwarz auf weiß:

In ihrem Stadtteil sind 2011 sogar weniger Straftaten geschehen als noch 2010 (von 3998 auf 3890). Auch in Bergedorf wurden weniger Taten erfasst (von 5116 auf 4792 Fälle). Andersherum gab es in den Vier- und Marschlanden in fast allen Stadtteilen eine Zunahme an Straftaten. Oft eine leichte, manchmal aber auch eine gravierende.

Um welche Delikte es sich handelt, können interessierte Bürger dem Stadtteilatlas entnehmen, der gestern zeitgleich mit der Kriminalitätsstatistik erschienen ist und der auf der Internetseite der Polizei Hamburg einsehbar ist ( www.polizei.hamburg.de , dann dem Link folgen). Dort zeigt sich zum Beispiel, dass in Lohbrügge und Bergedorf die Mehrzahl aller Raubdelikte geschieht. Auch Neuallermöhe (inzwischen ein eigener Stadtteil ohne Alt-Allermöhe und deshalb ohne Vorjahreswerte aufgelistet) spielt dabei eine Rolle.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Körperverletzungen. Auch hier sind die beiden großen City-Stadtteile sowie Neuallermöhe die Brennpunkte. In den Landgebiets-Stadtteilen gibt es deutlich weniger dieser Taten.

Bei Dieben und Einbrechern sind die Vier- und Marschlanden hingegen recht beliebt. Hochburg ist allerdings Lohbrügge mit 150 Wohnungseinbrüchen. Die Aufklärungsquoten sind bei diesen Taten geringer als bei anderen Delikten. "Es ist schwerer einen Ermittlungsansatz zu finden als beispielsweise bei Beziehungstaten", sagt Kripo-Chef Axel Podlech.