Kunstschau

Griechischer Besuch im Schloss

Bergedorf (ts). "Wenn es den Griechen insgesamt jetzt so schlecht geht, wie muss es erst den Künstlern dort gehen?", fragte sich der Bergedorfer Bildhauer Franz Kraft (72).

Und nicht nur er. Bei einem informellen Treffen einiger Künstler zur Vorbereitung der zweiten Bergedorfer Kunstschau reifte deshalb die Idee, einen Künstler aus dem Land der Antike nach Bergedorf einzuladen.

Zu diesem Zweck nahm Kraft Kontakt zur griechischen Generalkonsulin Ekaterina Dimakis auf. "Die war von der Idee sofort begeistert", sagt Kraft. Jetzt trafen sich die Generalkonsulin, Franz Kraft und der Bezirksabgeordnete Bernd Schrum (SPD) am Bergedorfer Schloss, einem der vier Ausstellungsorte der Kunstschau, die am 20. April beginnt. "57 Künstler aus unserer Region werden teilnehmen. Der griechische Kollege wird unser aller Gast sein und natürlich privat untergebracht." Wer es sein wird? Generalkonsulin Dimakis verrät nur so viel: "Es ist bei uns ein recht bekannter Maler." Vom Schloss zeigte sie sich begeistert. Besonders hatten es ihr die dort eingeritzten plattdeutschen Sprüche angetan, die sie sich sogleich übersetzen ließ.

"Es ist wichtig, dass sich Griechen und Deutsche nahe bleiben. Uns verbindet ja eine lange Freundschaft. Die Aktion der Bergedorfer finde ich daher großartig."

Die zweite Bergedorfer Kunstschau beginnt am Freitag, 20. April, mit einer Vernissage um 19 Uhr im Schloss. Sie endet am 6. Mai. Weitere Ausstellungsorte: Mühle Chrysanderstraße, Künstlerhaus Möörkenweg, Ateliers am Südbahnhof.