Vierlandenstraße

Politiker halten am Kreuzungsumbau fest

Bergedorf. Der City droht das nächste Nadelöhr - fürchtet nicht nur die CDU. Aktuelle Pläne, die Kreuzung Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße ab dem Frühjahr umzubauen, sorgten auch im Verkehrsausschuss immer wieder für Nachbesserungswünsche und Skepsis.

Trotzdem mochte nun in der Bezirksversammlung kaum einer einem CDU-Antrag folgen, den geplanten Umbau zu stoppen.

"Wir sind nicht gegen einen Umbau, der die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit nachhaltig erhöht", stellte Mitantragsteller Jörg Froh (CDU) klar. Dies aber sei bei der Planung nicht zu erkennen: "Und wenn man die öffentliche Diskussion verfolgt, stehen wir mit unserer Meinung nicht alleine da."

Wie berichtet soll - da Höhe CCB eine neue Bushaltestelle geplant ist - vom Mohnhof kommend nur noch eine Fahrspur Richtung Hamburg zur Verfügung stehen. Sie hat dafür eine 15 Sekunden längere Grünphase. Die linke Spur wird reiner Abbieger Richtung Vierlandenstraße. Aus der Vierlandenstraße kommend wird es Richtung CCB nur noch einen Linksabbieger geben, zudem eine Geradeaus-Spur Richtung Innenstadt. Der rechte Fahrbahnbereich wird komplett umgebaut, mit einer Verkehrsinsel und einem Rechtsabbiegestreifen für Autos und Radler - jedoch mit eigener Ampel für die Zweiradfahrer.

Skeptiker fürchten, dass eine Fahrspur Richtung Hamburg nicht ausreichen wird - vor allem, wenn Rechtsabbieger für Rückstau sorgen, weil sie Fußgänger und Radler passieren lassen müssen. Entstehe an dieser Kreuzung ein Nadelöhr, würden sich die Verkehre verlagern, warnte Jörg Froh - etwa auf Schleichwege durch Bergedorf-Süd. Zudem werde der Einzelhandel leiden. Sein Fazit: "So lange wir keine Umgehungsstraße für den Durchgangsverkehr östlich von Bergedorf bekommen, sollte die Planung zeitnah nicht realisiert werden."

Norbert Fleige (GAL) stellte fest, die einzige Sorge der CDU scheine dem motorisierten Verkehrsfluss zu gelten. Die Radler und Fußgänger würden nach dem Umbau jedoch besser über die Kreuzung geführt werden.

Ähnlich sieht das die SPD. Die Kreuzung sei zudem "schon an der Leistungsgrenze", stellte Paul Kleszcz (SPD) fest. "Wir wollen den Umbau, damit der Knoten besser abläuft." Auch die Linke sieht zurzeit keine Alternativen, vor allem nicht durch eine östliche Umgehungsstraße: "Diese werden wir wohl nicht mehr erleben", so Stephan Jersch.

Einzig die FDP stimmte dem Antrag zu. Der Umbau zum Zeitpunkt der 850-Jahr-Feier sei ungünstig.

"Die Kreuzung ist an der Leistungsgrenze"

Paul Kleszcz, SPD