Umbaumaßnahmen

Clara-Grunwald-Schule soll ans Fährbuernfleet ziehen

Neuallermöhe. Der Umzug der Clara-Grunwald-Schule ins Sekundarzentrum am Fährbuernfleet (Walter-Rotenburg-Weg) ist beschlossene Sache. Vier Klassen mit 75 Grundschülern und die Mensa machen in dem fast leer stehenden Gebäude schon Quartier. Die übrigen 357 Schüler folgen zum 1. August.

Mit links wird der restliche Umzug mit Umbau allerdings nicht zu bewältigen sein. Die Räumlichkeiten sind für die Großen konzipiert. Die Klassen und der Schulhof sind zu klein. Es fehlen Nebenräume, die das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts braucht.

Damit nun aus dem Gebäudewechsel etwas richtig Gutes und Zukunftsweisendes entstehen kann, wird gegrübelt. "Gekonntes Spinnen und Überlegen schafft Lösungen", sagt Schulleiterin Angelika Fiedler. Mit Hilfe des Architekten Rainer Wischhusen, der den Schulbau in den 90er-Jahren konzipierte, und Experten von Schulbau Hamburg (SBH) soll Machbares gefunden werden. Wie viel Geld dafür zur Verfügung steht, ist noch unklar.

"Es gibt tolle Ideen. Zum Beispiel könnten die Wände zwischen Klassenräumen und Fluren entfernt werden. So entstehen größere Einheiten, und die toten langen Flure können als pädagogischer Raum mitgenutzt werden. Das würde genau zum Lernkonzept passen", sagt Angelika Fiedler. Denn in der Clara-Grunwald-Schule gibt es "kleine Schulen" in der großen. Jeweils eine 1. und 2. Klasse lernt gemeinsam mit Vorschülern, genauso wie die 3. mit der 4. Klasse. Diese beiden Klassen bilden eine Einheit, räumlich und pädagogisch. "Die Lehrer und Erzieher verfügen über viel Autonomie", erläutert die Schulleiterin. Bei fünf bis sechs Zügen ergeben sich genauso viele Einheiten.

Der Umzug aus der Clara-Grunwald-Schule ins Sekundarstufenzentrum mit Nebengebäude würde sogar die Ansiedlung einer Kita mit Krippe, vielleicht unter der Ägide des Internationalen Bundes, möglich machen. "Sinnvoll wäre das. Die Eltern wüssten, dass die Kinder an einem Standort bleiben. Ein sanfter Übergang von der Kinderbetreuung in die Schule wäre gesichert", sagt Angelika Fiedler.

In jedem Fall müsse die Schule vom Umzug profitieren. "Wenn wir schon dichter an die Adolf-Diesterweg-Grundschule ziehen müssen, dann muss das Gesamtkonzept einschließlich Raumsituation die Eltern überzeugen", betont Fiedler.

Nun soll auch unter Beteiligung von Kollegen, Eltern und auch Kindern flott geplant werden. Wenn die restlichen fünf Klassen der Gretel-Bergmann-Schule (ehemalige Gesamtschule) im Sommer ausgezogen sind, kann mit dem Umbau begonnen werden. "Das wird aber wohl kaum in sechs Wochen zu schaffen sein. Wir werden jedenfalls ab Juni auf gepackten Koffern sitzen", sagt Fiedler.

Was dann aus dem leer stehenden Grundschule werden soll, ist völlig offen. Spekuliert wird über eine private Sport-Grundschule, es könnte dort aber auch ein regionales Bildungs- und Beratungszentrum entstehen.