Bauprojekt

Kreuzung: CDU will Totalumbau stoppen

Bergedorf (he). "Es sind mehr Fragen offen als geklärt": Das Unbehagen vieler Verkehrspolitiker war fast mit Händen greifbar, nachdem ihnen der Planungsstand zum Umbau der Kreuzung Bergedorfer Straße/Vierlandenstraße Mitte Januar erläutert worden war.

Jetzt bläst der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion zum Sturm auf das Vorhaben: Die eigentlich für diesen Sommer geplante Realisierung müsse verschoben werden, fordert Jörg Froh.

"Bei dem Projekt sind bislang zu viele Details ungeklärt." Und die Daten einer Verkehrszählung stammten just aus der Zeit, als 2011 die Verkehrsströme durch Bauarbeiten an neuralgischen Punkten (Autobahnabfahrt Bergedorf und neuer Bahnhof) verändert waren, mahnt Froh. "Zahlen für Radfahrer und Fußgänger zu erheben, darauf hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ganz verzichtet."

Kein Geheimnis, dass sich auch Verkehrspolitiker anderer Parteien nur schwer vorstellen können, wie nur eine Richtungsfahrbahn gen Hamburg etwa den morgendlichen Berufsverkehr auf der B 5 bewältigen soll. Vor dem alten CCB soll der rechte Fahrstreifen entfallen, um dort Platz für eine neue, City nahe Bushaltestelle zu schaffen. Besondere Problemstellung: Die vorhandenen Straßenbäume sollen stehen bleiben, Fußgänger und Radfahrer nicht über Gebühr behindert werden.

Der LSBG hat, wie berichtet, bereits einige Ideen durchdacht. So sollen etwa neue Fahrradspuren wie auch Verkehrsinseln für Radfahrer und Fußgänger dafür sorgen, dass sie sicher vor abbiegenden Autos die Kreuzung queren können. Umgekehrt könnten Fußgänger und Radfahrer, die die Vierlandenstraße nördlich der B 5 queren, den Verkehr auf der Bergedorfer Straße zum Erliegen bringen, so Froh: "Wenn deswegen Rechtsabbieger die einzige Richtungsfahrbahn nach Hamburg blockieren, reicht der Stau schnell zurück bis Mohnhof. Links daran vorbeifahren, ginge dann ja nicht mehr."

"Bislang sind viele Details ungeklärt."

Jörg Froh, CDU-Verkehrspolitiker