Boberg-Mord

Polizei sucht im Waldgebiet - Leichenhunde finden Spuren

Lohbrügge (bgz). Im Fall des getöteten Emil A. hat die Polizei erneut ein Waldstück in der Boberger Niederung durchsucht. Dort hatte am 19. Dezember ein Jugendlicher die Leiche des Lohbrüggers unter Zweigen und Blättern versteckt gefunden.

Der 35-Jährige hatte Verletzungen an Kopf, Hals und Oberkörper und war verblutet.

"Wir gehen nicht davon aus, dass der Fundort auch der Tatort ist", begründet Polizeisprecher Andreas Schöpflin die erneute Absuche des morastigen Waldgeländes südlich der Straße Unterberg. Ergänzend zur groß angelegten Durchsuchung am Tag nach dem Leichenfund setzte die Polizei am Montag und Dienstag fünf Leichenspürhunde ein. Mit Erfolg: "Wir haben Spuren gefunden, die der Mordkommission neue Ermittlungsansätze geben", bestätigt Schöpflin. Um was für Spuren es sich dabei handelt, will er mit Hinweis auf "Täterwissen" nicht veröffentlichen.

Ohnehin hält sich die Polizei mit Auskünften zu dem Fall äußerst bedeckt. "Die Ermittlungen dauern an", heißt es lapidar. Es gebe mehrere vielversprechende Ansätze. "Eine ganz heiße Spur aber ist noch nicht dabei", resümiert Andreas Schöpflin.

Derzeit ist die sechsköpfige Mordkommission noch immer mit der Auswertung von Videoaufzeichnungen beschäftigt. Offenbar liegt den Ermittlern sehr umfangreiches Filmmaterial vor, welches auch das Opfer kurz vor der Tat zeigt. Zudem werden weiterhin Kontaktpersonen aus dem Umfeld des Toten vernommen. Dabei, so Polizeisprecher Schöpflin, hätten sich "finanzielle Verwicklungen" als möglicher Hintergrund der Bluttat konkretisiert. Mit anderen Worten: Es gab vermutlich Streit um Geld. Ob dies mit den angeblichen Drogengeschäften des Toten zusammenhängt, ist indes noch unklar.

Die Kripo hofft auf weitere Zeugen und fragt: Wer hat Emil A., möglicherweise in Begleitung, am Sonnabend oder Sonntag (17./18. Dezember) gesehen? Hinweise unter Telefon: (040) 4286-56789.