Billtal-Stadion

"Unser Haus" muss gehen

Bergedorf (upb). Mit Erstaunen haben Teile des Jugendhilfeausschusses den Rausschmiss der Kicker des selbstverwalteten Jugendzentrums "Unser Haus" aus dem Billtal-Stadion zur Kenntnis genommen.

Wie berichtet, ist ab sofort nur noch die TSG Bergedorf hier aktiv. "Unser Haus" muss nach 23 Jahren an den Ladenbeker Weg in Lohbrügge umziehen.

"Warum hat das Bezirksamt in der fraglichen Zeit am Montag von 19 bis 20.30 Uhr nicht beiden Vereinen je eine Platzhälfte zugestanden? Immerhin erreichen die TSG und 'Unser Haus' sehr unterschiedliche junge Leute. Und beide Gruppen sollten in Bergedorf kicken dürfen", sagte Huug van't Hoff (GAL).

Das sieht Christoph Mallok (SPD) ganz anders: "In Hamburg haben Sportvereine bei der Vergabe von Sportstätten absoluten Vorrang." Auf diese Argumentation zog sich im Ausschuss auch das Bezirksamt zurück - und verwies auf die "Dienstvorschrift Überlassung von Sportstätten".

Für Olaf Römmele von "Unser Haus" bleibt das fragwürdig: "In der Verordnung ist von 'Vorrang' die Rede. Ausgelegt wird das aber als Anspruch von Sportvereinen auf alle Anlagen." Auch Fritz Manke (SPD) sieht das kritisch: "Die Dienstvorschrift ist 20 Jahre alt. Sie sollte überarbeitet werden. Denn heute treiben 50 Prozent der jungen Hamburger Sport nicht mehr im Sportverein."