Leserbrief: Trinkraum

"Diese Entscheidung ist grundverkehrt"

Betr.: "Politiker wünschen einen Trinkraum in Bahnhofsnähe", Bergedorf-Seite vom 19. 1. 2012

Ich halte diese Entscheidung für grundverkehrt, weil es letztlich meiner Meinung nach nur dazu dient, der ach so sensiblen Öffentlichkeit den traurigen Anblick zu ersparen, weil sie sich ja so gestört fühlt.

Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass dann die Junkies, Spieler und allen anderen Süchtigen auch ihre separaten Suchträume bekommen, in denen sie dann ungestört ihrer Sucht frönen können. Und außerdem entfällt jeder Anreiz, doch einmal zu versuchen, sich der Sucht zu stellen und vielleicht sogar den Wunsch auf ein abstinentes Leben zu haben.

Fragt doch einmal die Politiker selbst, ob sie solche Suchträume in der Nähe ihrer eigenen Wohnungen und Häuser, die ja meistens in den sogenannten bessere Gegenden liegen, dort auch gern hätten.

Wolfgang Schneider, 22113 Oststeinbek