Ausstellung

Bergedorfs Industrie und Arbeiterbewegung im Visier

Bergedorf (upb). Die Arbeiterbewegung hat in Bergedorf Spuren hinterlassen. Und eine davon beherbergt demnächst die Ausstellung über sie:

Im Gewerkschaftszentrum am Serrahn zeigt Ex-Museumsleiter Alfred Dreckmann ab 5. April die Schau "Bergedorfer Hafen, Industrie und Arbeiterbewegung". Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Das etwa 200 Jahre alte Gewerkschaftshaus an der Serrahnstraße 1 beherbergte Ende des 19. Jahrhunderts die "Kaffeeklappe", in der die Hafenarbeiter preiswert essen und pausieren konnten. Anschließend waren verschiedene Gewerbebetriebe im Fachwerkbau untergebracht, zuletzt bis 1997 "Gummi Wegner". Seit 2002 ist sie Sitz des Gewerkschaftszentrums.

Natürlich trägt die Ausstellung eindeutig die Handschrift Alfred Dreckmanns, ist er doch ausgewiesener Experte der Bergedorfer Industrialisierung. Von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg siedelten sich hier Werke wie die Stuhlrohr-Fabriken, die Deutsche Kap-Asbest und das Eisenwerk an. Ebenso Spezialisten wie Kufeke Babynahrung, die Manschettenknopf-Fabrik Erlemann und die Metallwaren-Experten von Meyer & Niss, wo auch Alfred Dreckmann Ende der 1950er-Jahre jobbte.